17.06.2012

Ausflüge in die Fotografie #4 - Bildrauschen


Wie ich im gestrigen Beitrag zur Belichtung erwähnte, hat die Erhöhnung der ISO-Zahl einen kleinein Nachteil. Es zeigt sich auf dem Bild ein sogenanntes Rauschen, das besonders in dunklen oder farblich einheitlichen Flächen zu sehen ist. Dies entsteht durch Störsignale des Sensors, die die eigentlichen Signale des Bildes überlagern.

Wenn wir die ISO-Zahlen erhöhen, um kürzere Belichtungszeiten zu erhalten, müssen die  Signale des Sensors verstärkt werden. Und damit verbunden verstärken sich leider auch die Störsignale.

Hier ein paar fotografische Beispiele. Im Bereich der blauen Fläche sieht man deutlich, wie sich mit steigender ISO-Zahl die Störungen erhöhen.

ISO 400


ISO 800

ISO 1000


ISO 1600

ISO 3200


Allerdings will ich nicht jammern. Aus der analogen Fotografie kenne ich eine ISO von 1000 und mehr nur vom Hörensagen. Die empfindlichsten Filme, mit denen ich jemals fotografiert habe, waren 400er.

Somit sind wir bei der Digitalfotografie mit ISO-Zahlen von 3200 und höher sehr gut bedient.
Und ich denke, die Wenigsten von uns lassen ihre Bilder heutzutage so stark vergrößern, dass die "Grobkörnigkeit" zum echten Manko wird.
Für die Präsentation im Internet spielt das Bildrauschen eine sehr geringer Rolle, da die Bilder so stark verkleinert werden, dass man die Störungen kaum noch wahrnimmt.
Außerderm kann man sie mit Hilfe eines guten Bildbearbeitungsprogramms zum Teil ganz gut ausmerzen.

Benutzer von Kompaktkameras sind allerdings schneller vom Bildrauschen betroffen, da die kleineren Sensoren nicht so leistungsfähig sind, wie die einer Spiegelreflex- oder gar Vollformatkamera. Falls ihr eine Kompaktkamera habt und die ISO-Zahl manuell einstellen könnt, solltet ihr möglichst nur bis zur ISO800 arbeiten.
Das Display erwärmt den Sensor zusätzlich, so dass dadurch das Bildrauschen ebenso verstärkt wird. Den selben Effekt hat die Nutzung des Live-View-Modus bei Spiegelreflexkameras. Oder aber wenn die Kameras großer Hitze ausgesetzt waren.

Testet am besten aus, wann bei euren Kameras verstärktes Rauschen auftritt und fotografiert dann möglichst mit einer niedrigeren ISO-Zahl.

Viel Spaß!


Kommentare:

  1. Ich fotogrfiere meist mit ISO 400 und dachte dass das schon hoch ist. Aber offensichtlich bin ich damit ja auf der "sicheren" Seite. Bin schon gespannt darauf, welche Bildbearbeitungsprogramme du empfiehlst.

    Hab` einen schönen Sonntag!

    Viele Grüße von Kirstin

    AntwortenLöschen
  2. Kirstin, es kommt darauf an, unter welchen Bedingungen du fotografierst. Grundsätzlich versuche ich die ISO-Zahl so niedrig wie möglich zu halten, wenn ich damit noch ausreichend Belichtungszeit erhalte.

    AntwortenLöschen
  3. ich wollte Dir mal sagen, daß ich Deine Ausflüge toll finde!!

    ich habe leider keine Spiegelreflex (bzw. im Moment gar keine Kamera ~seufz~)
    und die kleinen, billigen Kompakten, kann man eh nicht wirklich gut einstellen

    aber analog habe ich mich immer schon gegen die 200-er Filme gewehrt, und am liebsten mit dem klassischen 100-er fotografiert

    LG Agnes

    AntwortenLöschen

Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)