15.06.2012

Tooooooor!


Schwer bepackt bin ich heute heimgekehrt und mit den Jungs gleich wieder losgezogen. Fußballschuhe müssen eben da passen, wo sie hingehören. Ohne Fußballerfüße geht da gar nix. Wenn man meint, man gehe mal eben in einen gut ausgestatteten Schuhladen, suche ein paar Schuhe aus, bezahle und gehe wieder, nur weil man angehende Männer an seiner Seite hat, dann ist man schier einem Irrtum erlegen. Eine Fußballschuhkaufaktion kann sich durchaus über gefühlte Stunden hinziehen, wenn junge Männer tatsächlich Ansprüche an Aussehen und die Füße bestimmte Größen haben. Aber: Ende gut, alles gut!

So habe ich binnen weniger Stunden das Geld für´s beliebäugelte Teleobjektiv mit Bildstabilisator geopfert, mit dem ich die zukünftigen Spiele auf den Sensor bannen wollte. Aber wie heißt es so schön: Man kann nicht alles haben. Frau eben auch nicht.

Die strahlenden Kinderaugen jedenfalls waren jeden Cent wert und als sie daheim angekommen die Komplettmontur überwarfen, war ich ehrlich gesagt froh, dass sie nicht auf die Idee gekommen sind, American Football zu spielen. Und ich konnte endlich auch die heute entstandene Wissenlücke schließen, weshalb es Schienbeinschoner gibt, die nur am oberen Rand einen Klettverschluss haben. ("Mamaaaaa, die kommen doch unter die Stulpen!" - *ups*)



Ich gebe es gern zu: Meine Kenntnisse betreffs Fußball belaufen sich auf das Vorhandensein eines Spielfeldes, zwei Toren und zweiundzwanzig Personen, von denen im Normalfall zwanzig einem einzigen Ball hinterherhecheln.
Und - nicht zu vergessen - Diego Maradona! (Immerhin, oder?)

Wie dem auch sei, ich habe es bravurös geschafft, die Jungens auszustatten und superkluge Fragen zu stellen. Dabei muss ich so bezaubernd unwissend gewirkt haben, dass sie mit liebevoll säuselnder Stimme all meine Fragen beantworteten, was zu einem ungemeinen Zusammengehörigkeitsgefühl der Beiden führte. Somit kann ich mir, zumindest vorläufig und bei weiterer kluger Fragestellung, ein Inserat für Selbiges in der "Such & Find" sparen.

Bestens ausgestattet ging es für die Beiden zum dritten Trainingstag ab auf´s Spielfeld, während ich mich mit Frau Krämerie auf die Streuobstwiese verkrümelt habe.
Der Kirschbaum rief das blanke Entsetzen in mir hervor, denn wo vor einiger Zeit noch unreife Kirschen schlummerten, die ich nun im Endreifestadium erhoffte, prangte jetzt: Gähnende Leer! Ratzebutzeleer. Aber immerhin sehr interessant zu sehen, wie die Vögel die Kirschen rund um den Kern abknabbern und die Überreste einfach am Baum belassen. Wenn wir ihnen jetzt noch beibringen, dass sie das rote Zeugs in die bereitgestellte Schüssel legen, dann haben wir eine bestens entsteinte Kirschernte.

Immerhin an den Johannisbeeren konnten wir uns laben.


 Und wildwüchsigen (Gift?)Pilzen auflauern.


Übrigens: Der jüngere Neufußballer hat heute sein erstes Tor geschossen! Und nur mein selbstauferlegtes Verbot zum Einstellen von Fotos meiner Jungs verbietet mir, euch die großartige Gestik danach zu zeigen. Eines kann ich euch aber verraten: Wenn auch noch nicht alles so läuft wie bei den Großen diesen Sports - eins hat er sich jedenfalls vorgestern Abend beim Spiel gegen die Niederlande gut abgeschaut. Siegerposen!!!


Kommentare:

  1. Na, das hört sich ja nach einer Super-Fußball-Mama an! Ich darf den heutigen Nachmittag im Reitstall beim Reitturnier verbringen und die Nervosität meiner Tochter beruhigen (und eventuell hinterher die Tränen trocknen).
    Ein schönes Fußball-Wochenende und liebe Grüße,
    Dani

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, na dann drück ich dem Töchterchen die Daumen!

      Löschen
  2. Na dann viel Spaß an deinen zukünftigen Samstagen in den nächsten 10 Jahren und beim Waschen von Trikotbergen... ;-)
    Das Kirschenproblem hatte ich übrigens auch letzten Samstag. Zwar wollte ich sie nicht essen, aber einer meiner Schatzsuche-Hinweise lautete: Sucht den Baum mit den schönen roten Früchten. Wieviele Kerne haben seinen Früchte? Nur dass da drei Tage, nachdem ich die Hinweisre ausbaldowert hatte, keine Kirschen mehr drauf waren und die Kinder suchend umherirrten. Ich hätte schreiben sollen: Sucht den Baum mit dem kreischenden Vogelschwarm... ;-)

    Herzlicher Gruß,
    Katja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh Katja, das ist aber gemein mit dem Vogelschwarm.

      Noch haben wir ruhige Wochenenden und die Wäscheberge werden zumindest, was die Spielerkleidung angeht vom Verein erledigt. Ich muss mich nur um die Trainingsklamotten kümmern :-) Glück gehabt, würd ich sagen.

      Löschen
  3. Sag es niemand, aber ich habe erst vor ca 2 Jahren durch empirische Feldversuche festgestellt, dass mit einer "Elf" alle Spieler gemeint sind, ich dachte bis dahin immer "11 die rennen und 1 Torwart". Macht 12. Frauenlogik

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich werde schweigen wie ein Grab :-)

      Löschen

Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)