20.08.2012

Frischen Wind könnte man gebrauchen.

Und das nicht nur draußen im Garten, wo mittlerweile alles etwas unter meinem Gesense und der anschließenden Wasserknappheit leidet (drückt die Daumen, dass heute Nacht endlich wie angesagt, mal ein bisschen kühlendes und nährendes Nass zur Erde fällt).

Auch hier drinnen brauchte ich eine Veränderung und vorallem Frischekur. Denn im Flur, wo Fußballerschuhe und - hände fleißig alles Weiß ergrauen lassen, hatte ich es mächtig satt. Und diese Unruhe durch die vielen verschiedenen Bilder und Farben an der Wand, machte mich irgendwie kirre.

Also verabschiedete ich mich vom Grün an der Wand, obwohl ich mich immer noch nicht für eine passende Wandfarbe entschieden habe. (Vielleicht doch ein warmer Sandton ... liebe  Raumfee, was sagst denn du?)


Und wenn ich schon mal dabei war, so richtiges Chaos zu verursachen, dann konnte ich auch den Expedit neu streichen und die Kanthölzer, die zur Erhöhung dienen, auch gleich noch dazu. Toll, dass ich Letzteres auch endlich vier Jahre nach dem Einzug geschafft habe :-)


Hab dann auch gleich die restlichen Frostas gestrichen, so dass alles schön glänzt. (Mal sehen, wie lange ...)


Der Sonntagmorgen auf dem Flomarkt brachte übrigens endlich mal den schon seit langem erträumten Bilderrahmen in einer stattlichen Größe von 105x70 cm, der demnächst nach einiger Umarbeitung als Garebrobe dienen wird.


Weiß gestrichen ist er schon, jetzt braucht es nur noch eine Platte, die ich anstelle eines Bildes einsetzen und vorallem farbig streichen kann, wie es mir beliebt. Vielleicht wird das einfach unser Farbklecks im Flur.

Da bei der Umgestaltung ein wenig meine wohldurchdachte Planung das große Wasser heruntergeschwommen ist, brauche ich nun neue Aufbewahrungen für Sommermützen, Wintermützen, Handschuhe und so weiter. Auf unerklärliche Art und Weise besitzen alle großen Verlage von Wohnzeitschriften oder diverse Bloggerinnen dieser Welt Obstkisten. An mir scheinen diese jedoch magisch vorbeizuziehen, so dass ich also selber welche werkeln muss. Und da ich in den letzten Wochen fleißig Einwegpaletten von Arbeit heimgeschleppt habe, hab ich gestern in der größten Hitze zur Säge gegriffen und in Handarbeit meine Bretter zurechtgesägt. Außer einem Feinschliff werden sie wohl so bleiben, denn ich mag die Patina, die sich durch die Sonne auf dem Holz bildet.



Schade, dass das Wochenende nur 48 Stunden hat, ich wär gern schon viel weiter, denn es stehen diese Woche noch diverse Umbauarbeiten in den Kinderzimmern an.


Kommentare:

  1. Im Gegensatz zu allen anderen scheint dieses Wetter ja richtige Energieschübe bei dir auszulösen. Ich musste lachen bei der Stelle mit den Obstkisten. Gerne würde ich so ein Regal von Titatoni nachbauen (was sie bei der BRIGITTE vorgestellt hat). Aber wenn ich auf dem Wochenmarkt bin gibt es nur so schlappe Kisten aus dünnen Brettchen.

    Ich freue mich schon auf die Nachher-Fotos, wenn alles fertig ist.

    Liebe Grüße von Kirstin

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    1. Liebe Kirstin,

      also dem Wetter nach zu urteilen, wäre Baden die einzige Variante gewesen. Allerdings war es in unserer Wohnung durch diverse Schutzmaßnahmen so schön kühl, dass ich es vorzog, die letzte kinderfreie Woche nun endlich den Projekten zu widmen, die ich seit Monaten vor mir herschiebe. Es ist nämlich ziemlich blöd, wenn man jedes Mal zu den Kindern sagt, dass sie nach dem Wochenende beim Papa endlich die Regale an der Wand haben werden, die sie brauchen, um ihr Lego unterzubringen und dann ist wieder nix passiert *hmpf*. Kein Wunder, wenn sie einen nicht mehr ernst nehmen :-)

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  2. Hier, hier...! ich habe auch keine Obstkisten... Katja, welch Energie bei dieser Hitze! Mir ist auch nach Veränderung (komisch, nicht wahr?), aber hier beschränkt sich das große Wuseln zunächst aufs Ausmisten. Ich fand die Flurfarbe übrigens schön, besonders auch die Flugobjekte. Aber ich kann verstehen, dass man sich irgendwann satt gesehen hat. Mein küchengrau ist jetzt zwei Monate alt und ich kann es schon nicht mehr sehen. Die Farbe davor hat einen Monat gehalten... vielleicht habe ich die richtige auch einfach noch nicht gefunden. Liebsten Gruß, bis übermorgen? Marja

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    1. Liebe Marja,

      die Farbe an sich, ist auch sehr schön, drückt aber selbst im strahlendsten Grün irgendwann auf´s Gemüt. Und der Knackpunkt am Ganzen: Dadurch, dass nur dieser Streifen grün war und noch die Gänse drauf, war ich mit allem, was ich machen wollte, daran gebunden. Das schränkt ein und irgendwie brauchte ich jetzt mehr Flexibilität.
      Nunja, jetzt haben wir erst mal weiß. Und das wahrscheinlich so lange, bis ich mich zwischen den vielen Grautönen entschieden habe. Es kann sich also nur noch um Jahre handeln ... ;-)

      In der Küche haben wir einen schönen Grauton, der mir im Baumarkt sehr gut gefallen hat. Bei (kühlerem) Tageslicht ist er einfach - öhm - *bäx*, weil einfach nur betongrau.

      Ich werde wohl heute mal wieder Unmengen Farbblättchen aus dem Baumarkt heimschleppen, an die Wand pinnen und dann hoffentlich zu einer Farbe finden.

      Und ja, wir sehen uns morgen. (ich freu mich!)

      Katja

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  3. Mensch, bist Du produktiv! Deine Energie möcht ich mal haben. In Anbetracht aller Renovierungs-Projekte, die bei uns dringend nötig wären - vom Aufräumen der Abstellkammer mal ganz zu schweigen - bekomme ich ich jedesmal sofort einen Schlafanfall, wenn ich nur die Kammertür aufmache...
    Für Sandfarben und Greige bin ich neben Weiß immer zu haben, vor allem wenn der Flur lang und schmal ist. Die Stirnseiten mach ich dann gern farbig (oder fein quergestreift), damit die Proportionen etwas gestaucht werden. Aber erzähl mir jetzt nicht, dass die Architektin bei der Farbauswahl Hilfe braucht, das glaubst Du ja selbst nicht. ;-)

    Herzlich, Katja

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    1. Ach so: Die Obstkisten werfen sie einem hier am Abend auf dem Markt hinterher. Die Weinkisten hat mir ein Winzerssohn aufgedrängt. Einfach fragen. :-)

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    2. Ah, oh, Obstkistenwerfen - da muss ich dabei sein. Aber bei euch scheint sich die Welt sowieso anders zu drehen. Neulich machte mein herz Freudensprünge, weil ich endlich einen Globus auf dem Flohmarkt entdeckt habe. Also frag ich ganz mutig, was der Kosten soll und kippe beim angesagten Preis stilvoll nach hinten über: 120 Euronen! Da kann er mir tausend Mal erzählen, dass der von annodazumal ist. Wär er vergoldet gewesen, hätt ich das ja noch eingesehen, aber so ...

      Und am Sonntag machte mein Herz Freudensprünge beim flohamrkten, denn ich fand einen Hirschfänger, Mamas liebstes Spielzeug. Den wollt ich unbedingt meinem Sohn schenken. Damit es ihm in vielen Jahren mal ähnlich ergehen mag, wie mir. Damit er am Lagerfeuer sitzen und zu seinen Kindern sagen kann: Den hat mir meine Mama geschenkt, als ich Kind war. Von den 40 Euro wurde ich jäh aus meinen romantischen Träumen gerissen. Da halfen auch die Erklärungen nicht viel, dass es ein echtes schwedisches Messer sei und ob ich die kennen würde, wie toll die wären. Das hilft mir leider auch nicht weiter. oder ich muss meinen Jungs erklären, dass sie dann mal eine Woche auf´s Essen verzichten müssen. Ist ja wohl nicht zuviel verlangt :-)

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    3. Liebe Katja,

      du weißt doch wie das ist. Für Andere findet man immer eine Lösung. Bei sich selbst schiebt man ewig hin und her, streicht, pinselt, klebt, hämmert und steht irgendwann da und schüttelt den Kopf.
      Wie oft hab ich schon bei Freunden gestanden und gemeint: Mach´s doch so und so. Probier doch mal Dieses und Jenes. Und dann komm ich heim und denk: Hmmm, irgendwas muss ich hier anders machen, aber was? :-)
      Bei allen Anderen gefallen mir auch Möbelstilmixe supergut - steh ich bei mir, denk ich nur: Mist, die passen jetzt aber nicht zusammen.
      Naja, die Wohnung läuft ja Gott sei Dank nicht weg und so ist zumindest eines garantiert: Langweilig wird mir nicht ;-)

      Eine Entschuldigung hab ich übrigens: Ich bin keine Innenarchitektin - ich kann dir nur die schöne Hülle um das bauen, was du ausgestaltest :-)

      Einen lieben Gruß

      Katja

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Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)