13.08.2012

Kleinigkeiten zum Glück #1 - Kinder wie die Bilder

Die liebe Daniela mit ihrem wundervollen Blog Glücksrezept hat mir ein Stöckchen zugeworfen, das ich entgegen meiner sonstigen Haltung zu Stöckchen, Awards und etwaiger Reich-mich-weiter-Dingen annehmen möchte. Denn wo sonst wäre das Thema Glück besser aufgehoben als hier in meinem Blog.

Die Frage, was Glück für jeden Einzelnen bedeutet, kann nicht einheitlich beanwtortet werden. Jeder mag in diesem Wort etwas Anderes sehen, die unterschiedlichsten Bilder werden an jedem von uns vorbeiziehen und in den meisten Fällen müssen wir doch erst mal tiefer graben, wenn wir Glück beschreiben sollen, wenn wir in Worte kleiden sollen, was ein tiefes Gefühl ist.
Der Ursprung des Wortes liegt im Mittelhochdeutschen (gelucke) und bedeutete „ die Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses.

Jedes Jahr, das ich auf dieser Welt erleben darf, schiebt sich die Erkenntnis in den Vordergrund, dass man tatsächlich für sein eigenes Glück verantwortlich ist. Nicht, dass es nicht scheinbare Niederlagen geben mag, Unvorhergesehenes, das nicht unser Wille sein mag, sicher, das möchte ich gar nicht absprechen. Aber was wir aus diesen Dingen machen, das allein liegt in unserer Hand. Ob wir eine Niederlage immer eine Niederlage sein lassen oder den Kopf trotzdem oben behalten, das bestimmen wir. Und auch in noch so grauen Zeiten gibt es die kleinen Momente, die glücklich machen können, wenn wir es zulassen. Wenn wir unseren Blick schärfen für all die vielen Kleinigkeiten zum Glück ...

Da ich hier nicht einfach so draufloskritzeln möchte, werde ich die Gedanken dazu häppchenweise sortieren und jedem einzelnen einen eigenen Eintrag widmen.

Das größte Glück auf Erden, das mir je zuteil wurde, hat insgesamt vier Beine, vier Namen und zwei Gesichter und wächst mit jeden Tag ein Stück mehr.

Denn was wäre meine Welt ohne meine zwei fantastischen Kinder?!

Was wäre der Morgen ohne diesen Moment, an dem ich in ihre Zimmer gehe und ihnen zärtlich den Schlaf der Nacht wegküssen kann, um ihren Tag sanft einzuläuten?
Was wäre sie ohne ihr Lachen, weil wir, statt die Blumen zu besprühen, die Küche unter Wasser setzen und die Blumensprüher die abendliche Dusche ersetzen? Wie langweilig wäre die Welt doch ohne die vielen Krümel von Chips & Brezeln in meinem Bett, die sich einfinden, wenn wir unseren Kinoabend einläuten?

Wie ohne die vielen kleinen Liebesbriefe, die sie mir herüberschieben und die Zeichnungen, die sie mir schenken und unsere Wohnung damit in eine wahre Künstlerstube verwandeln?

Wie sehr würde ich die vielen kleinen und großen Momente vermissen, in denen die beiden so gar nicht meiner Meinung sind und wir ausfechten müssen, wie weit sie ihre Grenzen erweitern dürfen? Und wie sehr die Augenblicke, in denen wir uns nach einem Streit in den Armen liegen und einfach wieder gut sind.

Wie schön die Augenblicke, wenn sich abends die Kinderarme um meinen Hals legen, während ich in den Betten die Geschichten von Wilden Kerlen und von Hicks, dem abenteuerlichen Wikinger vorlese oder Greg, jenem Jungen, der wohl als Erster so erfolgreich sein Tagebuch vermarkten konnte, wie kein Anderer!

Oder wenn ich im Urlaub ins Waser tauche, sie auf meine Schultern steigen, ich mich aufrichte und sie sich anschließend jauchzend und mit aller Kraft von mir abdrücken, um nach vorn ins kühlende Nass zu springen. (An dieser Stelle gebe ich weiter, was ich aus der Einnerung an meine Kindheit weitergetragen habe, was sich für mich als besonders spaßig herausstellte und wofür mein Dad immer Kraft hatte.)

Es sind die vielen Momente ohne Worte, in denen wir uns blind verstehen.

Diese Momente zu erkennen und zu achten, auch wenn es nicht immer einfach ist, mit zwei wilden Kerlen allein zu sein, das nenne ich wahres Glück!



Kommentare:

  1. Und Glück für die Kinder so geliebt und umsorgt zu werden, das ist leider nicht allen Kindern vergönnt.
    Ein Thema, das ich oft in Blogs finde und es ist schön zu lesen, daß Glück nicht das dicke Konto oder ein luxuröses Leben ist, sondern daß das Glück in vielen kleinen Dingen liegt.

    LG
    Brigitte

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  2. Wunderschön geschrieben, mir sird ganz warm ums Herz! Wenn ich deine Texte lese wird mir immer wieder bewusst, wie recht du hast und wie gut es mir geht! Du schaffst es einfach immer, die kleinen Glücksmomente zu finden und uns darauf aufmerksam zu machen.
    Ganz Liebe Grüße,
    Dani

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  3. Liebe Katja,

    es sind genau diese Momente die man sich für kein Geld der Welt kaufen kann und die uns doch so sehr reich machen.
    Reich vor Glück.

    Liebe Grüße

    Elisabeth

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  4. Wunderschön die Gedanken zu deinen Kids. Ich bin sehr gespannt auf die anderen Glücksmomente. :) Schön, dass du das Stöckchen entgegen deiner Gewohnheiten annimmst. Das ehrt mich sehr.
    Ganz liebe Grüße
    Daniela

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  5. Hallo Katja,
    das ist eine wunderschöne Liebeserklärung, die Du zum Thema Glück festgehalten hast. Ich freue mich sehr für Dich und mit Dir, dass Du solche Momente des Glückes erleben kannst und das TROTZ so mancher Widrigkeiten, die Dir als alleinerziehende Mutter mit Sicherheit im Wege stehen. Solche Glücksmomente lassen Zeiten, die vielleicht schwierig sind, überstehen.
    Ich wünsche Dir noch ganz viele solch` wunderbaren und glücklichen Momente mit Deinen beiden Wilden. Genieße es ... so schnell vergeht die Zeit.
    Alles Glück für Euch wünscht
    Joona

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    1. Liebe Joona,

      das was du in deinem letzten Satz geschrieben hast, ist genau der Punkt, der mir verdeutlicht, dass man es einfach genießen muss, auch wenn es Zeiten gibt, an denen man die Tage im Kalender einfach nur durchstreichen möchte. Die lieben Kleinen werden so wahnsinnig schnell groß.

      Liebe Grüße

      Katja

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  6. Ich schließe mich den anderen an - was für eine schöne, emotionale Liebeserklärung an deine Kinder, das Leben und das Glück. Wundervoll!

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Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)