09.11.2012

Abgetaucht

Für die letzten Tage unserer Herbstferien hatte ich eine fast spontane Eingebung:

Wir fahren an die Küste!
Das Meer und die Verwandtschaft besuchen.

Die Jungs reisten einen Tag später an als ich und wir trafen uns mit dem Kinderbringeservice in Stralsund, an einem Herbsttag, den man wirklich irgendwo drinnen verbringen sollte. Also verkrümelten wir uns in große Räume. Labyrinthartig. Aber Gott sei Dank gibt es dort richtungsweisende Linien (womit wir wieder beim Thema wären!).


Na alles klar?


Genau! Ab nach Stralsund ins Ozeaneum, das 2010 zu Europas Museum des Jahres gekürt wurde. Zurecht, wie ich finde.
In einem Gebäudekomplex der sich in seiner organischen Grundform zwischen die alten Backsteinhafenhäuser schiebt, findet man alles, was das Herz der Unterwasserweltinteressierten begehrt, lebend oder meisterhaft präpariert. (Letzteres bevorzuge ich durchaus beim Fotografieren :-))

Mit jedem Mal, das ich dort verweile, wird es interessanter und ich habe mir vorgenommen, beim nächsten Besuch ohne die Jungs anzureisen, damit ich nicht nur zwei Stunden, sondern einen ganzen Tag in diesen Faszinatorium verbringen kann und wirklich dazu komme, mir die Ausstellungen anzuschauen, auch mal in Ruhe etwas lesen zu können und ein bisschen mehr Information aufzunehmen, als es diesmal möglich war.

Dennoch kam ich visuell voll auf meine Kosten, entdeckte Meerestiere, die beim letzten Besuch irgendwie an mir vorüber gezogen waren, wie Seesterne zum Beispiel.


Und dann immer wieder beliebt in der Ausstellung Ostsee - Das Meer in unserer Mitte : Die Robbenjagd. Nein, nicht die Jagd auf Robben, sondern jene, in der die Robbe auf Beutefang geht. Alle drei Robbenarten der Ostsee sind gefährdet und es bleibt zu hoffen, dass die Uni mit ihrem Robbenforschungszentrum einen Beitrag leisten kann, der dafür sorgt, dass wir zumindest so viel Wissen besitzen, diesen Tieren einen weiterhin nutzbaren Lebensraum zu bieten und ihren Bestand zu schützen.



Am faszinierendesten aber ist wohl das große Meereskundeaquarium. Da bleibt einem förmlich die Spucke weg. Und wenn dann noch der Hai langsam aus der Dunkelheit auftaucht und genüsslich seine Runden dreht, dann ist das Schauspiel perfekt.
An dieser Stelle also unbedingt viel Zeit einplanen!


Im letzten Raum des Ozeaneums bekommt man eine ungefähre Vorstellung, welche Giganten in den Meeren wohnen. Der Ausstellungsraum von ca. 20m Höhe und 30 m Länge zeigt einige lebensgroße Exemplare von Walen sowie einen Mantarochen und einen Mondfisch, die allesamt von Bildhauern aus Kunststoff geformt und sehr echt koloriert wurden.




Ein lohnenswerter Ausflug ist es, wenn man viel Zeit mitbringt - zum Hindurchrennen allemal zu schade!

Und damit bringe ich endlich wieder mal etwas Freitagsfisch auf den virtuellen Schreibtisch. Mehr davon könnt ihr bei andiva angeln.

Kommentare:

  1. Liebe Katja,
    was für wunderbare Bilder! Das macht so richtig Lust, sich das Ozeaneum "in echt" anzusehen.
    Sei lieb gegrüßt von Nina und habt ein schönes Wochenende.

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  2. wow - die bilder sind ja wieder mal unglaublich gut! vorallem die letzten beiden haben es mir angetan. toll!

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  3. Wow...wunderwunderbare Bilder...vor allem der/die Seehundrobbe :-) ...warum ist das immer alles so weit weg...menno! Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

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  4. Tolle Fotos, die Tiere wirken alle so nah und echt!

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  5. Der Sehstern! Echt wunderschön! Und das Bild vom Walbauch... Aaach, ICH WILL WALE SEHEN!! :))
    Danke für diesen Einblick. Ich war schon so oft in der Nähe und es hat irgendwie nie richtig gepasst zeitlich, aber das überzeugt mich jetzt. Da muss ich unbedingt mal hin!
    LG /inka

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  6. Ahaha, die Robbe ist mein Lieblingsbild!! Wunderbar, will ich auch hin! Besonders, seitdem ich einen Vortrag der Architekten zu dem Bau gehört habe, wahnsinnig spannend, welche Probleme da gelöst werden mussten!
    LG
    tanïa

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  7. Ja, da muss ich auch unbedingt mal hin...vielleicht nächsten Sommer...??? Tolle Bilder! LG Lotta.

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  8. Wunderbare Bilder, echt faszinierend. Da wollten wir auch schon sooooo lange mal hin, so weit ist es von Berlin ja eigentlich auch gar nicht.
    Mal sehen wann wir das schaffen.
    Herzliche Grüße, Mella

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  9. Ha, Knaller, wir müssen uns quasi übern weg gelaufen sein. Weil wir waren natürlcih auch im Ozenaeum. Tolle Ausstellung. Und wie du sagst.. zum durchrennen viel zu schade...
    LG Andi

    ... die auch noch Bilders in Petto hat

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  10. tolle bilder, wie immer! leider ist das ozeaneum viel zu weit weg für mich.
    wenn's doch nur am mangelnden wissen läge, hätte ich mehr hoffnung, dass diese und viele andere tiere nicht aussterben!
    liebe grüße,
    susi

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  11. Wow, beeindruckende Aufnahmen.
    Das macht richtig Lust auf mehr.
    Im "Ozeaneum" sind wir nämlich noch nicht gewesen.
    Jetzt müssen wir da irgendwann mal hin!
    LG und ein schönes Wochenende
    Daniela

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  12. Oh wie schön. Meine Heimat! Ich bin in Stralsund groß geworden. Es ist auch immer noch Verwandtschaft dort. Trotzdem sind wir nur noch selten da. Das Ozeaneum haben wir uns kurz nach der Eröffnung angeschaut. Leider waren da noch nicht alle Becken befüllt. Jetzt wo ich die tollen Bilder sehe, möchte ich da gerne wieder hin.

    LG Annett

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Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)