25.11.2012

Studio 1.0

Gestern also große Bühenshow. Hab ich mir gedacht. Das Ergebnis vorweg: Ich übe noch!
Und ich muss mir wohl oder übel noch einen Hintergrund für Studiofotografie zulegen. Eine weiße Wand tut´s eben nicht immer.

Aber der Reihe nach: Man nehme eine angehende Frisuermeisterin mit der Bitte um Fotos für die Prüfungsmappe, dazu ein lustig quirliges Fotomodel und eine ambitionierte Hobbyfotografin im Lernmodus Studiofotografie 1.0 = jede Menge Spaß.

Das kürzlich erworbene Leuchtenset hat den Test mit Bravour bestanden, allerdings müssen sich zu den zwei weißen Schirmen unbedingt noch Reflektoren gesellen, um optimale Beleuchtung zu zelebrieren. Und besagter Hintergrund. Und Softboxen. Und.

Genau! Hat man nämlich einmal begonnen, sich mit diverser Technik rund um Porträtfotografie auseinanderzusetzen, bekommt man automatisch ein Fass ohne Boden geschenkt. An die Austattung verschiedenster Studios mag ich gar nicht denken, dann hätten wir nämlich die nächsten drei Jahre nix zu beißen auf dem Tisch. Als liebende Mama improvisiere ich lieber ein wenig. Und übe noch. Wie gesagt: Level 1.

Na gut, lange Rede kurzer Sinn, die Fotos sind im Kasten. Wer jetzt hochdramatische Porträtfotos erwartet, den muss ich enttäuschen. Die Bilder sind unaufgeregt, weil es nicht darum ging, dass das Model einen Schönheitswettbewerb gewinnt, sondern die verschiedenen Arbeitsschritte beim Strähnenfärben gezeigt werden sollten.

Dennoch was dazu gelernt: Model Nr.1 muss ich beim Arbeiten öfter in der Bewegung einfrieren. Fotografieren während des Arbeitens kommt nicht gut. Modell Nr. 2 muss leider auf´s Lachen verzichten. Schade eigentlich. Aber Prüfer wollen nix wissen von unseren Späßen.

Und nun ... tadaaa ... 

Vor dem eigentlichen Shooting wurde im Make up-Pott gerührt, gepudert, gelidschattet, rote Lippen gezaubert und Gloss aufgetragen, das Zuviel wieder weggewischt und ich bin froh, nicht beim Fernsehen zu arbeiten. Diese Prozedur vor jeder Sendung würde mich wahnsinnig machen. In lockerer Dreierrunde dennoch ein Erlebnis mit Spaßfaktor. Schade, dass ich das umherfliegende Rouge nicht im Foto festhalten konnte, das wär mal ein echtes Knallerbild geworden.


Und nu hurtig ins Wohnzimmer ... äh ... hauseigene Studio. Farbe aufn Kopp.


Mehrlagig bitte. 

Matte Folie für Farbe Nr. 1, glänzend für Farbe Nr. 2. - das wär dann gleich was für´n Hutball ... :-)


Nach all dem Procedere und Haare wickeln, föhnen, eindrehen, festkleben, touchieren, toupieren ... fertig die Frisur im Stile der 20er/30er Jahre.


Fazit des Tages: Das machen wir gerne wieder mal. Und ich bin froh, dass ich hinter der Kamera stehen darf. :-)

Mein Dank gilt den zwei Models vor der Linse. Es hat Spaß gemacht, mit euch zu üben!
Die Bilder sind meine Sonntagsfreude, allerdings mehr für meine liebe Freundin :-)


Kommentare:

  1. Also, die Fotos sind wirklich schön. Wer ist denn bloß die Friseurin, die sieht aber gut aus.... Danke, es hat wirklich Spaß gemacht und das Ergebnis kann sich doch auch sehen lassen. Und beim Üben sind wir Beide noch, da können wir uns öfters zusammen tun. Die Krämerin

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  2. Meine Liebe, na also wenn ich deine Fingerfertgkeiten mit den Fotoübungen von mir vergleiche, dann hab ich eindeutig mehr Aufholpotential! Und die Frisuerin? Oh, die kann ich uneingeschränkt empfehlen!!! Sehr nett, sehr professionell und immer für ein Witzchen und Schwätzchen zu haben. Buchungen sind nur über mich zu tätigen ;-)

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  3. Tolle Bilder hast Du im Kasten! Spaß hätte ich sicherlich auch bei diesem Fotoshooting gehabt :-)) Ja, ich kenne das...arbeiten und Fotos machen...habe ich letztens auch für einen Post gemacht. Ach, lenkt irgendwie ab...muß ich noch üben.
    Eine Fotoausrüstung, bzw. Studio....ja, ja UNSUMMEN!

    Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag
    Corana

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  4. Tolle Fotos und sehr interessant, was du über das Fotografieren schreibst. Das Thema steht gaaanz obewn auf meiner Liste für 2013. Zu oft bin ich unzufrieden mit meinen Bildern, zu viel Murks auf gefühlte 1000 Bilder. Und gerade in der jetzigen Jahreszeit ist das Licht einfach gruselig und ich habe den Eindruck, dass kaum was gelingt.
    Zu Weihnachten wünsche ich mir wohl ein bisschen passende Literatur und dann kann es los gehen.

    Viele Grüße von Kirstin

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  5. Klasse Bilder, wie schön, dass das Model NICHT aussieht wie Barbie, sondern einfach eine schöne Frau ist!!! Ja, das hat bestimmt viel Spaß gemacht! Weiter so!!! liebe Grüße, JULE

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  6. Ja, Portraitfotografie hat es in sich...da kann man ein super schönes Model haben, die Fotos sehen dann aber nach nichts aus...Deine Übungen sind aber schon sehr schön geworden!!! LG Lotta.

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  7. Vor allem das letzte Bild kommt von der Ausleuchtung her doch schon sehr nah ans Studio-Optimum, finde ich.
    Portraits sind gar nicht meins und momentan tue ich mich mit dem Licht sowieso hart. Deshalb musste gestern das alte Stativ vom Speicher geholt werden und der Selbstauslöser für den Adventskranz ran - denn 2 Sekunden Belichtung aus der Hand... naja, eben. 20 Fehlversuche für ein halbwegs scharfes Bild...
    Ich drücke deiner Freundin die Daumen!

    Lieber Gruß,
    Katja

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    1. Oh Katja, ich glaub bis zum nah dran an optimum ist es noch ein bisschen ein Weg und besagte technische Grätschaften müssten hier einziehen. Aber Gott sei Dank kann man da auch ein wenig improvisieren. Die Rettungsdecke aus einem alten Sanikasten oder der Scheibenschutz vom Auto können da schon gute Dienste leisten, wenn man sich jetzt nicht so die vierfache Anzahl Reflektoren kaufen möchte.
      Schwierig war während des Arbeitens die optimale Beleuchtung zu finden, weil ich ja zwei Personen in Szene zu setzen hatte, die in unterschiedlicher Ausichtung saßen/standen. Für den Anfang ganz akzeptabel, denk ich mal, aber da geht auf jeden Fall noch mehr!

      An und für sich mag ich Porträtaufnahmen sehr gern. Allerdings nehm ich sie am liebsten mit dem Tele auf. Geht aber schlecht in der Wohnung :-)

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  8. Liebe Katja, so hell bei Dir! Das ist ja momentan wirklich schwierig! Die Bilder sehen doch schon super aus - Deine Fototipps lese ich immer sehr wissbegierig. So manches habe ich auf diese Weise schon von Dir gelernt. Ich denke an die ISO-Zahl, das RAW-Format... immer schön in kleinen Häppchen, die ich als absoluter Laie im Stande bin aufzunehmen... Gerne also immer wieder mehr davon :-)

    Mein doppeltes Kind war wieder jene Prismasäule auf dem Spielplatz, die schonmal einen Himmel für Katja geteilt hatte... Kann also nicht nur teilen sondern auch verdoppeln :-)

    Herzlichste Grüße, Marja

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  9. cool! das sieht doch schon ganz schön professionell aus - und das schöne an bilder ist ja, dass man gar nicht sieht, was man im hintergrund für einen aufriß betreiben muss, um eine anständige ausleuchtung hin zu bekommen. :))
    aber es ist dir wirklich gut gelungen!

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  10. Für das Level 1.0 hast Du das doch richtig gut gemacht - 1.0 mit Sternchen sozusagen! Einfach weiter üben, bis Du selbst auch zufrieden bist - wahrscheinlich bist Du eh kritischer als alle Anderen. ;)

    Danke für die Besserungswünsche, die Mandeln machen trotzdem noch nicht ganz, was ich gern hätte... und auf der Weihnachtsfeier gabs weder Fohlen noch Ferkel am Spieß - dafür Kalb piccata. Ich fands supi. ;)

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    1. Na, prima - das Kalb hatte ich in der Liste vergessen. :-(
      Und falls du weiterhin Probleme mit den Mandeln hast: Ein Post drüber gibt´s Ersatz ;-)

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Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)