20.12.2012

Immer dieses Warten ...


The same procedure as every year.

Warten auf den neuen Tag, damit das nächste Kalendertürchen geöffnet werden kann.
Warten auf den Nikolaus, der hoffentlich etwas Erfreuliches bringt.
Warten auf den Kalendertag, an dem Muttern die besonderen Match Attax-Karten einsortiert hat.
Warten auf die Ferien.
Und Warten auf den Tag der Tage, der neben einem Geburtstag im Jahr, der alles Entscheidende ist.

Für die Kinder.

Und unsereins hetzt sich durch die Weihnachtszeit und stellt mit Entsetzen fest, dass plötzlich die Karten für die Horterzieher und Lehrer geschrieben sein wollen, dass Freunde noch ihre Weihnachtspost bekommen sollten und das nicht erst am 27.12., dass die Weihnachtsgeschenke doch noch nicht alle fertig sind und man sich sputen sollte.

In solchen Momenten muss ich an die eigene Kindheit zurückdenken. An das eigene Warten, das durchaus sein Gutes hatte. Denn irgendwann war ich mit meiner Schwester mal darauf gekommen, ein kleines Weihnachtsprogramm für unsere Eltern zu inszenieren. Mit Weihnachtsliedern auf Blockflöte, Xylophon und Triangel und was auch immer sich im Hause zum Musizieren eignete. Mit Gedichten und Geschichten und überhaupt. Und dann das Weihnachtsbaumschmücken, das Hübschmachen, das Warten im Zimmer, die Weihnachtsmesse in der Kirche, die ich auch heute noch so sehr mag und als Tradition den eigenen Kindern mit auf den Weg gebe, wenngleich wir den Rest des Jahres den eigenen Glauben eher im Stillen zelebrieren.

Das Warten hat durchaus etwas Magisches gehabt und ich frage mich, wie es wohl unseren Kindern ergehen mag, die leider eine hektischere Kindheit haben, als wir damals. Oder kommt einem das mit dem Älterwerden und selbst Mutter sein nur so vor?

Heute jedenfalls hab ich die Karten fertig gemacht, die ganz hervorragend zu Beauty is where you find it passen.



Und manchmal hat Warten auch einen ganz besonderen Reiz. 
Spannend.
Mit einer Portion Ungeduld am Schluss.
Vorfreude.




Kommentare:

  1. Oh ja, sie ist hektischer geworden, die Kindheit, so im Vergleich. Aber umso mehr werden die paar ruhigen und besinnlichen Momente genossen, oder?
    Ist das denn etwa Dein schön gewölbter Bauch?
    Vorfreudige Grüsse aller Art!
    Daniela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nein, nein, das ist nicht mein Bauch. Ich bin vollauf zufrieden mit meinen zwei rackern und bald runde ich die Jahreszahl hinten auf Null und vorne auf ... öhm ... *autsch* ... kann ich nicht verraten. Von daher durfte ich einfach nur einen schönen Babybauch fotografieren :-)

      Löschen
  2. das kugelbauchbild ist ja super niedlich!
    aber die postkartenidee ist auch toll! so ehrlich. :)
    liebe katja,
    viel zeit verbringt man damit, um auf irgendwas zu warten. aber wie ich dich hier kennen gelernt habe, weißt du die wartezeit prima zu nutzen, somit ist es keinesfalls verschwendete zeit. freue mich weiterhin auf viele zeitnutzende ideen hier und wünsche dir und deinen knirpsen wundervolle weihnachten und einen guten rutsch!
    es grüßt
    die frau s.

    AntwortenLöschen
  3. in Frankreich werden die eher Neujahrs- als Weihnachtskarten bis zum 31. Januar verschickt… praktisch, nicht? So kann man noch ein bisschen damit… warten. Liebe Grüsse!

    AntwortenLöschen
  4. Huhu,
    ich glaube, das hat wirklich etwas mit dem Älterwerden zu tun... Die Kids müssen sich ja nicht um alles kümmern. Das bleibt meistens alles an den "Alten" hängen. ;)Aber auch, wenn die Zeit vor Weihnachten mitunter stressig ist. Ich liebe die Vorfreude auf das Fest der Liebe...
    Liebste Grüße
    Daniela

    AntwortenLöschen
  5. Habe mir diese Woche die gleichen Gedanken gemacht. Irgendwie habe ich dieses Jahr - mehr noch als in den Vorjahren - das Gefühl von Stress und Hektik in der Vorweihnachtszeit, so vieles steht an. Und dann musste ich an meine Kindheit zurückdenken, wie schön das doch damals alles war, friedlich, feierlich und aufregend die ganze Vorweihnachtszeit. Per Zufall sagte mein Sohn am nächsten Tag, dass die Weihnachtszeit die allerschönste Zeit sei! Da wurde mir bewusst, dass die Kinder die Welt noch aus einer anderen Optik heraus sehen. Sie sind nicht so wie wir Erwachsenen von Stress,Hektik und Termindruck gezeichnet, sondern nehmen das Schöne und Geheimnissvolle dieser besonderen Zeit wahr.

    Liebe Grüsse
    Sarah

    AntwortenLöschen
  6. Warten aufs Christkind... ich warte immernoch genauso (un)gern und (un)geduldig wie ein Kind auf Weihnachten und muss zusätzlich noch den ganzen Erwachsenenkram erledigen... schon doof. ;)
    Wünsche Euch ein wenig Ruhe in der vorweihnachtlichen Hektik!

    AntwortenLöschen

Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)