21.03.2013

3 ... 2 ... 1 ... - nicht meins - oder: Dann war da noch Pinterest. Und das Urheberrecht.


Bis gerade eben hatte ich noch ein verlockend schönes und kunterbuntes Pinterestboard. Mit 360 Followern. Und täglich wurden es mehr.
Jetzt ist es klein, unbunt und hat nur drei Boards.



Alle anderen sind verschwunden. Abgetaucht ins Nirvana.

(Nein, ihr braucht nicht erschrocken zu eurem Account gehen, mit Pinterest ist alles bestens!)

Ich habe sie gelöscht.

All die schönen Pinnwände, die sich im Laufe der Zeit eingefunden hatten und auf denen hunderte von wundervollen Ideen versammelt waren. Es ist meine ganz persönliche Entscheidung, die in den letzten Tagen gewachsen ist. Sie brauchte Zeit und ein bisschen Reife, um sich durchzusetzen.

Pinterest in seiner Art und Weise ist grandios. Mir gefällt etwas und ich möchte es auf jeden Fall nachwerkeln, also pinne ich das Post auf eines meiner vielen Boards. Und in einer meiner ruhigen Momente, kann ich pinteresten gehen und mir eine Idee nach der anderen holen. Oder ich schau mir die wundervollen Bilder an, die grandiose Fotografen in aller Welt geschossen haben. Prima! So weit so gut.

Und während ich meine Hausaufgaben für Blogboss mache und am Layout herumbastle, einige Seiten hier überarbeite, mit Stift und Papier bewaffnet Ideen niederkritzel (es wird spannend werden), Pläne schmiede und mich stundenlang über dieses und jenes im Internet belese, stolpere ich immer wieder über dieses Thema. Mit einem Mal gibt mir Pinterest zu denken.
Dieses Wunderwerk sozialer Weiblichkeit ist momentan eine große, weite Welt abmahnfähiger Follower.
Getreu dem Motto "Du bist, was du pinnst", holen wir uns beim Pinnen das Bild von einem Blog/einer Website irgendeines netten Menschen auf dieser Erde, laden es auf den Pinterest-eigenen Server hoch und veröffentlichen es in unserem Namen. Kurzum: Wir geben unser Bestes, um mit voller Kraft voraus gegen bestehendes Urheberrecht zu verstoßen. (Pinterest kreuzt an dieser Stelle die Finger und ist aus allem fein raus.)

Nein, ich bin nicht pingelig und es ist mir auch ziemlich wurscht, was die anderen Tausenden von Bloggern, Pinsammlern und -jägern da draußen tun. Ich werde in Zukunft kein Bild auf Pinterest einstellen, wenn ich nicht vorher die Einwilligung des Fotografen (!!!) habe. (Nicht immer ist der Blogger, auf dessen Blog das Bild liegt, nämlich der Urheber des Bildes.) Wer sich in Sicherheit wähnt, weil er brav die Quelle des Bildes in Form einer Verlinkung zum Post angegeben hat, der irrt und macht es eigentlich nur potentiellen abmahnfreudigen Rechtsanwälten leicht, weil diese dann schneller den Weg ins Board finden könn(t)en.

Mit etwas mathematischem Verständnis ergab sich bei ca. 2000 Pins, dass eine Überarbeitung und Rausfilterung sämtlicher Links, die zum Beispiel bei tumblr enden und die somit keinen eindeutigen Rückverweis ableiten lassen, dafür gesorgt hätten, dass wir uns die nächsten Wochen nicht mehr lesen würden. Und das wär doch schade. Abgemahnt zu werden noch viel mehr.

Also Cut. Für ein bisschen ruhigeren Schlaf.

Die gute Nachricht zum Schluss: Es gibt eine Möglichkeit, alle bisher erstellten Boards mitsamt Pins und deren zugehörigen Links zu sichern: Pin4ever. Dort einfach nur mit der Mailadresse und einem Passwort registrieren, die Legitimation  mittels Pinterestname durchführen, das Programm installieren und schon steht euch ein kostenloser Download zur Verfügung.

Hat bestens geklappt. Und jetzt (2:25 Uhr): Gute Nacht!

PS: Wieso ich so kritisch zu mir selbst wurde? -> Ich würde niemals ein Bild, das ein anderer aufgenommen hat, ungefragt in meinem Blog posten. Eine Selbstverständlichkeit für mich. Wieso vergisst man das nur immer, wenn man mit völliger Hingabe einen nach dem anderen Link anpinnt?

PSII: Ihr findet diese Gedanken dazu gut und weiterdenkenswert? Prima. Dann dürft ihr diesen Artikel, ohne erst nachzufragen, durch Verlinken in die große weite Welt hinausstreuen, am besten mit ein paar netten Gedanken von euch dazu. Gegen die Augen-zu-und-durch-Schnelllebigkeit unserer Zeit und dem Wunsch, alle Blogger wertzuschätzen, die sich unendlich viel Mühe mit ihren Posts bereiten, ohne (immer) auf Content anderer zurückzugreifen!  

(In der Kirche käme jetzt das Amen. Aber darauf verzichte ich. Punkt.)

Kommentare:

  1. Das scheint ja derzeit das Thema zu sein. Ich finde Deine Entscheidung gut. Pinterest klingt verlockend und verbreitet seinen Reiz durch geniale Ideen und noch tollere Fotos, die einen meist in seinen Bann ziehen. Ich Fotos von mir kann ich seit neuestem da finden und bin mir nicht sicher, ob mir das gefällt. Ein Vorteil für mich als Blog "Neuling", es verirren sich dann allerhand neue Besucher auf meiner Seite. Auf der anderen Seite sind mir die, bei denen meine Bilder zu finden sind, mir nicht mal bekannt. Das verstößt meines Erachtens gegen das Urheberrecht. Es wäre schon fair vorab gefragt zu werden. Das macht mich ebenfalls sehr nachdenklich. Lieben Dank für Deinen Denkanstoß!

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  2. Ein Bauchschmerz- und Kopfweh-Thema. Manchmal finde ich es schade, dass das deutsche Recht alles was Spaß macht versauert. Habe darüber auch schon nachgedacht, bisher mit der persönlichen Beruhigung, dass die Bilder "eigentlich" nur Links sind, aber rechtlich gesehen, ist das eben nicht korrekt. Werde also auch noch mal drüber nachdenken. Wie sieht es mit den "verschlossenen" Boards aus? Ich habe ja auch schon Blogs gefunden, die Pinnen unterbinden.
    LG
    Kerstin

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    1. Liebe Kerstin,

      genau das ist es eben nicht: Es sind keine Verlinkungen, sondern das Veröffentlichen einer Kopie des Bildes. Und genau das macht Pinterest zu einem kompletten Urheberrechtsmißbrauch.
      Das Urheberrecht besteht aber nicht nur in Deutschland. In dem Kurs, den ich gerade bei Holly absolviere, sind auch die ausländischen Teilnehmer an geiwsse Verpflichtungen gebunden und da es mir ehrlich gesagt zu viel ist, zu recherchieren, was ich in welchem Land darf, würde ich den einfachen Weg wählen und eine nette kleine Mail schreiben, um anzufragen, ob ich dieses und jenes pinnen darf.

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    2. Ich habe keine Ahnung, wie geschlossen, geschlossene Boards sind. Im Härtefall gilt aber: Ein geschlossenes Board kann ebenso gehackt werden wie alles andere im Netz und ich vermute, dass Pinterest in einem Rechtsstreit auch offenlegen müsste, welche Daten dort noch kursieren.

      Dass sie geschlossene Boards anbieten finde ich persönlich nicht gut, denn das gibt es dem Ganzen ein sehr faden Beigeschmack. Wieso muss ich etwas verstecken, wenn es mir gefällt und ich es doch auf einer Seite pinne, die zum Teilen verschiedener Inhalte gedacht ist?
      Wenn mir etwas gefällt und ich es für mich behalten möchte, dann kann ich es mir auf die Festplatte werfen mit einem Vermerkt auf die Herkunft.

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    3. Verschlossene Boards sind für mich eben in soweit interessant, dass ich Pinterest eigentlich nicht nutze um zu teilen... kann ich nicht verhindern. Für mich ist es eher eine persönliche Sammlung. Früher habe ich mir Lesezeichen gesetzt, dann kam Pinterest und naja, es ist viel schicker und übersichtlicher. Die Festplatte zu Hause könnte doch theoretisch auch gehackt werden... ach, na am besten man macht ne Liste per Hand, auf Papier.

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    4. Also geschlossene Boards würden dann höchstwahrscheinlich als Privatkopie durchgehen. Hacken bedarf krimineller Energie - es geht wohl hauptsächlich ums Teilen. Ansonsten müsste ich mal sondieren, wie Evernote funktioniert.

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  3. Danke, Katja. Ich hatte vor kurzer Zeit ein Gespräch mit jemandem "vom Fach". Sie zeigte sich auch sehr erschrocken darüber, wie blauäugig Blogger häufig mit diesem Thema umgehen.

    Und noch mal ein dickes Dankeschön an dich! Ich finde es toll, dass du die Themen aus deinem Kurs mit uns teilst. (Wegen dir habe ich jetzt sogar Bloglovin auf meinem Blog.) Glücklicherweise steckt mein Pinterest noch im Aufbau fest. Aber jetzt habe ich auch eine Idee davon, wie ich es mit meinen Bildern auffüllen kann.

    Ideen aus dem Internet sammele ich übrigens immer noch auf ganz traditionelle Weise: die besten Ideen klammern sich einfach in meinem Gehirn fest, anderes wird schlicht ausgedruckt oder landet als Skizee in meinem dicken Buch. So kann ich vielleicht nicht alle Ideen sammeln. Aber es ist auch eine Art Filter, um sich nicht völlig "zuzumüllen" mit Ideen ;-).

    Hab` einen schönen Tag!

    Liebe Grüße von Kirstin

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  4. Liebe Katja, ich finde es ganz toll, dass du uns an deinen Überlegungen und deinem "Kurs" teilhaben lässt. Du hast mich dazu animiert, meinen Blog auch etwas individueller zu gestalten...und je mehr man sich mit der Materie beschäftigt, um so einfacher wird es eigentlich...Danke! Ich bin schon sehr gespannt auf deine weiteren Beiträge! LG Lotta...die sich jetzt mit ihrem Pinterest beschäftigen geht...

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  5. Liebe Katja, ich mache mir schon länger meine Gedanken darüber. Und bin ehrlich gesagt auch etwas zwiegespalten und mir nicht sicher, ob ich wirklich möchte, dass jeder meine Bilder ungefragt dort pinnt. Aktionen wie Himmel, Upcycling etc. sind da eine Ausnahme. Mit meiner Verlinkung stimme ich dem Pinnen dann automatisch zu. Und wahrscheinlich würde ich auch jedem erlauben, etwas zu pinnen, wenn er mich vorher fragt. Und das letzte, was mir einfallen würde, wäre Abzumahnen. Trotzdem - mir ist nicht wohl dabei. Mein pinit-Symbol im Blog habe ich deswegen ziemlich schnell wieder rausgenommen. (schön finde ich es ehrlich gesagt auch nicht, wenn der rote Kreis sich in deine schönen Bilder einmischt, sobald man mit der Maus darüber fährt.) Wie ist es denn mit den Rechten an den Bildern? Wandern sie zu Pinterest oder bleiben sie beim Urheber? Und wie hältst Du es jetzt? Dein Text in der Sidebar möchte ja auch gerne, dass man dich vorher fragt. Das Pinitsymbol verhält sich dazu etwas widersprüchlich in meinen Augen. Hach, ein schwieriges Thema. Immer wieder... ich grüße Dich, liebst, Marja

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    1. Liebe Marja,

      ja, der Text auf der rechten Seite ist noch nicht überarbeitet.
      Grundsätzlich finde ich das Teilen von Ideen genial, was Besseres kann einem nicht passieren, wenn man sich wünscht, dass man seine Ideen weit in die Welt hinausstreuen möchte.

      Was ich nicht möchte, sind Mitnahmen eines Bildes, ohne Erwähnung der Quelle.

      Was das Nchtteilen angeht bin ich nun wieder ganz knallhart: Möchte ich nicht, dass etwas nicht weiterverbreitet wird, dann darf ich es nicht posten! Das Internet vergisst nicht so schnell und bis es vergessen hat, was du gepostet hast, haben sich im Härtefall zigtausend Leute dein Bild gespeichert und könnten es, bearbeitet oder nicht, wiederum irgendwo einstellen. Oder dein Blogpostbeitrag wird von jemand Anderem verlinkt, was wieder hunderte von Internetgängern auf dein Blog zieht, wo sie dann höchstpersönlich dein Bild herunterladen können ...
      Also logische Konsequenz: Ich möchte bestimmte Dinge nur bestimmten Leuten zugängig machen, dann per Mail oder in einem Blog, das nur geladenen Lesern zur Verfügung steht. Punkt.

      Es ist eine große Gratwanderung, der wir uns jeden Tag mit jedem Wort in diesem Medium hingeben, weswegen man sich vor dem Posten einfach mal die Frage stellen sollte: Kann ich dieses Post ohne Bauchschmerzen in zehn Jahren noch unterschreiben und stört es mich, wenn die Bilder in zehn Jahren immer noch zu sehen sind?

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    2. Liebe Katja, danke... ich werde weiter nachdenken müssen. Teilen ist schön - das predige ich meinem Kinde tagtäglich ;-) Und ich stehe auch dahinter und freue mich nicht zuletzt selber sehr über die Vielfalt der kreativen Ideen, die einem im Netz so begegnen können... Mein "Problem" oder der leise Bauchschmerz liegt wahrscheinlich tatsächlich in deinem letzten Absatz. Ich denke immer wieder neu darüber nach. Mit steigender Leserschar ändern sich die Sichtweisen. Und ich habe das Gefühl, dass niemals Stillstand in diesen Prozeß kommt und es immer eine Gratwanderung bleibt. Das finde ich für mich zunehmend schwierig. Mal sehen, wohin ich mich noch so denke... Danke jedenfalls für Deinen neuerlichen Denkanstoß! Liebsten Gruß, Marja

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  6. Liebe Katja,
    Herzlichen Dank. Im Grunde bin ich nicht pingelig. Trotzdem wäre ich tief gekränkt und erschüttert, wenn sich jemand mit meinen Fotos eine goldene Nase verdienen würde (passiert nicht, da andere Fotos viel schöner sind) .
    Es ist unglaublich schön, dass du uns hier ganz unaufgeregt aufzeigst, was möglich ist. Und wir ganz unaufgeregt mal nachdenken können, und uns mit unserem Gewissen auseinandersetzen können.
    Danke
    yase

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  7. Danke für den Link zu dieser Speichermöglichkeit. Meine Boards hab ich auch schon x-Mal geleert und dann doch wieder gefüllt. Versucht, immer nur von der Originalquelle zu pinnen, oder von Blogs. Da ich bisher dachte, dass Bloggerinnen sich darüber freuen, wenn sie so mehr Besuch bekommen. Ein Kommentar bei Carmen hat mich aber sehr nachdenklich gemacht, in dem sich eine Bloggerin über das ungefragte Pinnen beschwert hat... also wird auch mein Pinterest-Board, so praktisch ich es als Gedankennotizzettel finde, geleert werden. Lt. meinem Anwalt ist es in Deutschland Urheberrechtsverletzung, in anderen Ländern nicht.

    Herzlich, Katja

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    1. Liebe Katja,

      da wir uns mit den Urheberrechtsverletzungen der anderen Länder so gut wie gar nicht auskennen und selbst eine große Bloggerin IMMER vorher fragt, bevor sie ein Bild eines anderen veröffentlicht, gehe ich davon aus, dass es in weiten Teilen ähnliche Gesetze gibt.

      Davon ganz abgesehen geht es gegen meine persönliche Einstellung zur Würdigung geistigen und bildhaften Eigentums. (Ich erinner nur kurz an deine Papierschalen.)

      Ich freue mich über jeden Backlink, der zu einem Post in meinem Blog führt. Ganz im Gegenteil, da hüpf ich vor Freude im Kreis! :D Ich würde wahrscheinlich auch niemandem den Wunsch abschlagen, ein Bild von hier mitnehmen zu dürfen, wenn denn in seinem Blog die Quelle genannt wird. Ich bin für Vernetzung, für Output und Input. Keine Frage.

      Ich bin aber gegen das Schmücke mit fremden Federn! Und genau das tun alle Pinterester.
      Welches hochgehypte Board hat denn die tausenden von Pins durch eigene Projekte? Genau.

      Und wie vielen Links auf dem Pinboard folgen wir mal richtig bis zur Quelle? Kaum einem. Die Bequemlichkeit siegt.

      Ich habe in den letzten Tagen etliche Links zurückverfolgt bis zum Urschleim, so diese denn nicht schon durch Plattformen wie tumblr und was weiß ich voher abgeschnitten wurden.
      Da einige Blogger auch keine Skrupel haben, etwas zu bloggen, das nicht ihren geistigen Ergüssen entspringt und sich dabei auch nicht zu fein sind, die Quelle gekonnt wegzulassen, weißt du also nicht, woher das Bild stammt.

      Es ist meine ganz persönliche Meinung dazu. Ich will niemanden umstimmen, keine Rechtsberatung betreiben, keine Abmahnungen zum Laufen bringen.

      Ich habe einfach mal laut vor mich hingedacht.
      Was ihr daraus macht, bleibt euch überlassen. Und im Härtefall gilt leider immer noch: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht ...

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    2. Ich denke da auch schon lange drüber nach. Ich poste schon seit Monaten nur noch Bilder von denen ich weiß, dass sie vom Blogger selbst stammen, aber so richtig konsequent ist das auch nicht. Ich werde noch mal drüber nachdenken!

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  8. Was das Urheberrecht in anderen Ländern angeht: Literatur und Kunst

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  9. Liebe Katja,

    gut für dich, dass du diese Entscheidung getroffen hast. Ich höre in einem anderen Theater immer wieder, wie genervt die Leute sind, wenn ihre Bilder ungefragt bei Pinterest auftauchen. Viele stellen daher nur niedrigauflösende Fotos ein, aber das schützt ja auch nicht, denn ein Wasserzeichen ist in dem anderen Theater nicht gestattet.

    Seit ich dieses Blog habe, versehe ich alle meine Fotos mit Wasserzeichen, aber das kann man ja abschneiden, denn es ist nicht flächen- oder soll ich sagen - fotodeckend, denn das wäre schade.

    Das Thema Urheberrecht wurde übrigens auch von Carmen vom Schweizer Garten diese Woche angesprochen, aus persönlicher Sicht und nicht in Bezug auf Pinterest, sondern dreiste Druckmedien. Weiß nicht, ob du ihr Blog liest.

    LG
    Rebekka

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  10. Hallo Katja,

    vielen herzlichen Dank für diesen Beitrag und auch den Link zur Speichermöglichkeit.

    Schon so lange habe ich darüber nachgedacht und nun bin ich dankbar, es hier auch nochmals so ausführlich zu lesen.

    Ich werde Deinen Beitrag auf meinem Blog teilen (und selbstverständlich zu Dir verlinken), denn ich finde es sehr wichtig, darüber zu reden.

    Herzlichst,
    Tessa

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  11. Völlig blauäugig war ich wohl nie, aber dachte bislang, dass die Direktverlinkung die rechtliche Seite abdecken würde. Deine Argumente sind aber nachvollziehbar und Abmahnungen keine schöne Vorstellung - daher habe auch ich nun auf dem Board aufgeräumt (was schmerzhaft war), bleibe aber mit meinen eigenen Bildern dabei, denn ich selbst werde wohl kaum einen Anwalt auf mich ansetzen. Als Inspirationsquelle - mit den eigenen Bildern eben für andere - mag ich die Pinterest-Idee immer noch sehr. http://pinterest.com/amberlight/

    Wird es denn das Buch bis zum Sonnabend zu mir schaffen? Die nächste Leserin freut sich schon sehr darauf. Ich bin morgen allerdings nur bis Mittag im Büro ...

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    1. PS: Was machst du eigentlich mit den "Gefällt mir" - ist man da aus der Abmahnfalle raus, da man dort ja nicht selbst gepinnt hat? Was meinste du?

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  12. Ich finde Deinen Beitrag auch sehr spannend. Ich sehe immer wieder in meiner Statistik, dass jemand über Pinterest auf meinen Blog gekommen ist. Und weil man sich als nicht Registrierter dort nicht weiter umschauen kann (was genau genommen ja wohl eine Frechheit ist!!!), habe ich mir einen Account angelegt, um wenigstens herausfinden zu können, welche meiner Bilder dort gepinnt werden.
    Meist fühle ich mich geschmeichelt, wenn etwas von mir dort auftaucht - aber ich habe mich auch schon geärgert. Einmal habe ich auf meinem Blog ein Geschenk einer Bloggerfreundin gepostet - selbstverständlich mit einem Link zu ihr - das dann auf Pinterest unter meinem Namen auftauchte. Offensichtlich lesen die Leute oft nicht mal, worum es in einem Post geht, sondern nehmen einfach im Vorbeigehen ein Bild mit.
    Was mich aber am allermeisten ärgert ist, wenn auf Blogs als Bildquelle "Pinterest" angegeben wird. Sind die Leute so uninformiert oder zu faul oder zu blasiert, den rechtmäßigen Eigentümer herauszufinden und zu benennen?!

    Liebe Grüße und danke für Deinen Beitrag!
    Mond

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    1. Liebe Mond, ja das sind sie. Sie sehen ein Bild, juchzen vor ihrem Bildschirm auf und pinnen um die Wette. Wer hat die meisten Pins, wer darf in die Charts der beliebtesten Pins aufsteigen, wer bekommt die meisten Follower.
      Sollen sie machen, sollen sie die Server von Pinterest zupinnen, von mir aus, aber ich bin auch der Meinung, dass man wenigstens von einer Originalquelle aus verlinken sollte. Und wenn das nicht mehr geht, dann muss man sich das Bild in einen Ordner auf der heimischen Festplatte legen.

      Ich glaube auch gar nicht, dass Pinterest noch seinem eigentlichen Ziel dient. Vielmehr ist es ein Hype um Blogranking und Laufsteg für so manchen Blogger geworden ... and the show must go on. Glitzer und Glamour.

      Denn bin ich ehrlich: Wann um alles in der Welt hätte ich die allein im Craft-Board 859 gepinnten Pins abarbeiten sollen?
      Niemand derjenigen, die tausende an Links dort liegen haben, können es jemals richtig einsetzen und oft sieht man, dass sie viele Dinge mehrmals pinnen, weil man a) mal wieder Ranking braucht und b) völlig vergessen hat, was man schon mal pinnte.

      Wie dem auch sei: Wer mag, darf Bilder von meinem Blog anpinnen - aber ich bin raus.

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    2. Was uns so hübsch verpackt als virtuelle Pinwand verkauft wird, ist auch ein knallhartes Ausspähen unserer Vorlieben und Interessen. Also immer vorsicht, wo man es anderen so leicht macht, Daten über einen zu sammeln.
      GlG Barbara

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  13. Hallo.Sehr interresant was du über Pinterist schreibst.Ich bin nicht drin will ich auch nicht.Schönen Tag und liebe GRüße Jana.

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  14. Hallo Katja,

    ich wollte noch eine Info nachschieben, die ich letztens gelesen habe.

    Es geht darum, dass man nicht automatisch das Copyright an Fotos besitzt, bloß, weil man sie selbst geschossen hat. Wenn ich z. B. ein Foto des beleuchteten Eiffelturms (die Beleuchtung ist urheberrechtlich geschützt) oder vom Atomium in meinem Blog einstelle, verstoße ich geben das Urheberrecht, denn das Urheberrecht hat jemand anderes.

    Hier ein paar Links mit weiteren Infos:
    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article110135603/Eiffelturm-bei-Nacht.html

    http://wissen.dradio.de/urheberrecht-fotofallen-im-internet.36.de.html?dram:article_id=222521

    http://atomium.be/authorsrights.aspx?lang=de

    VG
    Rebekka

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  15. Oje..., danke für diese Denkanstöße, sowohl Katjas als auch die aus der Diskussion, auch ich hege Unwohlsein, habe mich mit Pinterest bisher eher halbherzig beschäftigt und nun werde ich es wieder lassen und sammle schöne Ideen, die ich gerne mal bei Katjas "Gefunden" zitieren und selber machen möchte weiter wie bisher, in einem E-Mail-Entwurf "Kreatives" bei mir, mit komplettem Link und Bezeichnung des Inhalts. Beim Posten verwende ich bisher ausschließlich meine eigenen Fotos und im Moment noch nicht mal mit Wasserzeichen o. ä. Und was ich poste, ist das, was in die Welt hinaus kann oder manchmal sogar soll ;-) und nur das, wozu ich stehen kann, auch in 20 Jahren noch. Backlinks setze ich gerne, weil ich immer wieder in Blogs Bedenkenswertes oder Anregendes oder beides zu gleich und noch viel mehr, von dem ich möchte, dass es auch andere lesen können. Und ich denke, wer bloggt, nimmt nicht nur in Kauf, dass er gelesen wird, sondern will das eigentlich auch, und deshalb ist ein Blog für mich auch was Anderes als ein rein privates Tagebuch. So, ich sehe, dass deine Freitagsfundstücke auch Verspätung habe, so mache ich mich getrost erst mal noch an ein bisschen berufliche "Nacharbeit"... Einen schönen Tag! Ghislana

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  16. danke, liebe katja, für die vielen denkanstöße, die von dir zur zeit kommen! du scheint momentan auf bloghochleistung zu fahren - ich höre es bis hierher rattern;) mit dem urheberrecht war ich schon immer sehr sehr vorsichtig, weil mein mann vor zwei jahren mal solch eine dämlich blöde klage am hals hatte - deshalb gibts bei mir nie fremde bilder, musik, zitate u.s.w. und pinterest eben auch nicht...aber auf allen "laufstegen" würde ich es eh nicht schaffen;)
    liebst birgit, die ab fr in d ist und sich vorher nochmal meldet

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  17. Vielen Dank für den lesenswerten Post,- das sind Gedanken, die mich auch schon länger Zeit beschäftigen. Und nicht nur die Bildrechte, sondern die allgemeine mediale Gegenwärtigkeit, der sorglose Umgang damit und das Gefühl da ein bisschen altmodisch zu sein, wenn man sich nicht überall vernetzt, dabei ist und mitmacht. Gerade habe ich auch dazu einen Post geschrieben und natürlich deinen als Backlink dazu, schließlich hast du das super auf den Punkt gebracht!
    Danke dafür!
    Liebe Grüße von billa

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  18. Vielen Dank!
    Ich gehöre zu den Menschen, die vollkommen sorglos mit ihren Pinterest Boards umgegangen ist. Nun waren es nicht hunderte oder tausende Pins, aber doch etliche, deren Urheberrecht definitiv verletzt worden sind. Ich habe alle gelöscht und werde -selbstverständlich- in Zukunft fragen, ob ich ein Bild/etc. weiterpinnen darf.

    Danke noch mal für den Anstoß!

    Herzliche Grüße
    von Anja

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  19. Liebe Katja,

    vielen Dank für die Hinweise. Ich bin da sehr sorglos mit umgegangen, muss ich zu meiner Schande gestehen. Gerne habe ich Dich und Deinen Beitrag verlinkt.

    Herzlichst Fritzi

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  20. Hmm.. interessante Denkanstöße die du da gibst.
    In meinem Blog bin ich knallhart: Es gibt nur Fotos die ich selber geschossen habe. Wenn ich bei meinem DIY-Kram Ideen auslebe die mir jemand anderes in den Kopf gesetzt hat, dann wird er mit Link auf seine Seite dazu genannt.
    Bei Pinterest habe ich nicht im Geringsten darüber nachgedacht! Weil ich es eben nur als Linksammlung angesehen habe und nicht als Eigentum was ich weiterposte...
    Nächste Woche folgt mein erster Post wo ich eine Idee die ich von Pinterest aufegeschnappt habe vorstelle. Mit Verlinkung auf den Originallink wo Pinterest mich hinführt. Auf dieser Site dann widerum hat der Eigentümer einen "Pin It" Button. Danach was ich (in deutschen Gesetzesinterpretationen) so gelesen habe kann ich aufgrund dieses Buttons davon ausgehen dass der Eigentümer will dass geteilt wird. Zumindest dachte ich das bisher. Jetzt bin ich doch ein wenig verunsichert...
    Ich werde mir also nochmal sin aller Ruhe Gedanken darüber machen!
    Danke für diesen Hinweis!
    LG Silke

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  21. Ja, ja und ja! Fühle mich bisweilen zwar wie ein Alien, da ich mich von Anfang an geweigert habe bei Pinterest einen Account anzulegen (bzw. musste man ja früher betteln einen zu bekommen...) und mich bis heute weigere dort mitzumachen, aber man lebt auch gut ohne Pinterest!

    Instagram habe ich inzwischen auch den Rücken gekehrt seit dort die ToS geändert wurden....auch wenn ich Instagram zuweilen arg vermisse!

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  22. Hallo Katja!
    Ich hab Deinen Artikel gerne verlinkt! Ich hab mit Clipboard meine Alternative gefunden. Schau mal: http://www.stich-und-faden.de/blog/2013/05/01/meine-alternative-zu-pinterest-evernote-und-springpad-kleine-helferlein-3.html
    Vielleicht wäre das auch was für Dich?
    Liebe Grüße!
    Katharina

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  23. herzlichen dank für den hinweis, ich wollte meine pins sichern auf der seite, die du genannt hast, aber leider geht es nicht, ich werde wohl alles pins löschen..., liebe grüße von sabine

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  24. tausend dank für deine wertvollen gedanken zu pinterest und zum urheberrecht, ein so vielschichtiges thema. ich wohne seit 14 jahren in irland und hier geht man mit diesem thema wesentlich entspannter um. das hat vor- und nachteile.

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Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)