31.03.2014

My Monday Mhhhhhh #59


Es ist an der zeit mal wieder etwas Schwung ins Kulinarische zu bringen. Viel zu lange lagen die Geschmacksnerven brach und die ausgeliehenen Kochbücher nur stillschweigend im Regal herum.

Als Wenigfleischesser und Fisch-nur-in-Kästchenform-Verspeiser wollte ich unbedingt  für etwas Abwechslung auf dem Tisch sorgen und zauberte an einem der vergangenen Wochenenden ein kulinarisches Highlight:

Thailändische Fischbällchen

 

Highlight zumindest hinsichtlich der Tatsache, dass ich wohl das erste mal rohen Fisch ins Haus holte, um ihn weiterzuverarbeiten. Highlight auch, weil ich schon beim Zubereiten eine solch große Abneigung gegen das vorher für großartig befundene Essen entwickelte, dass ich mir schwor: Das erste und letzte Mal!.
Für alle, die an dieser Stelle abbrechen wollen, sei gesagt: Die gute Wendung kommt zum Schluss. :-) 
Also traut euch, wenn ihr Fisch mögt!

Ihr benötigt laut Rezept aus dem schönen "Koch-Spar-Buch" folgende Zutaten für vier Personen:

1 Ei
4 Scheiben Toast
50 ml ungesüßte Kokosmilch (aus der Dose)
3 Zweige Koriandergrün (ersatzweise jegliche Gartenkräuter, die euch schmecken)
200 g aufgetautes TK-Fischfilet wie Rotbarsch oder Seelachs (oder halt was frisches :-))
4 EL neutrales Pflanzenöl

Das Ei verquirlen, mit der Kokosmilch und den in Würfel geschnittenen Toastbrotscheiben in einer Schüssel ca. 10 Minuten einweichen. Den Koriander waschen, trockenschütteln, fein hacken und mit dem durch den Fleischwolf gedrehten oder sehr fein gehackten Fischfilet vermischen und mit der eingeweichten Brotmischung verrühren. Salzen und pfeffern.

Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, aus dem Teig tischtennisgroße Bällchen formen, diese leichgt flachdrücken und in der Pfanne in heißem Öl von beiden Seiten jeweils 3-4 Minuten goldbraun braten.

Auf Küchenpapier abtropfen und servieren.

Mein Resümee:

1. Ich hasse mag keinen Fischgeruch.
2. Ich sollte mich manchmal an vorgegebene Mengenangaben halten!
Das Konklomerat, das ich angesetzt hatte (weil einmal aufgetaut), hätte ein ganzes Batallion verköstigt und sorgte für einen gewissen Frust bei der Herstellung OHNE Fleischwolf. Zum Glück hatte der kleine Kater während häuslicher Abwesenheit seiner eigentlichen Dosenöffner einen Teil des Filets fachgerecht aus der Verpackung geholt und mich vor einer noch größeren Frustrationsstarre bewahrt.  
Das erste Mal, dass ich ihm seine Verfressenheit dankte.
3. Ob´s am Fischgeruch vorher lag oder woran auch immer, es endete beim alles entscheidenden Motto: Kann man so machen, aber dann isses halt kacke!
4. Der kleine Monsieur erhält eine Tapferkeitsurkunde! Er biss sich durch.
5. Der große Monsieur bekommt eine für Ehrlichkeit. Er aß vom einem hundertstel Klops wiederum nur ein Hundertstel.
6. Den Katern gilt gebührender Dank - sie nahmen 2000 Prozent.
7. Niemals zu schnell aufgeben! Irgendwann kroch der Gedanke dazwischen, dass die Fischböller vielleicht in kaltem Zustand schmecken könnten. Et voilà: Sie schmeckten! Sie wären also prima für eine Wanderung oder was auch immer, wo sie durchaus kalt verzehrt werden dürfen.

Ich hoffe, eure kulinarischen Ausflüge waren wesentlich harmonischer und von mehr Erfolg gekrönt, als mein zweites großes Genial-gescheitert-Projekt.

Kommentare:

  1. ich mag fisch - auch auf dem teller - und da trau ich mich bestimmt mal ran.
    schön, dass du wieder sammelst, liebe katja :-)
    herzliche grüße und einen guten start in die woche
    mickey

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  2. Da bist du ja endlich wieder!!! :-) Und dann auch noch mit sowas Leckerem! Mhhhhhh!
    Hast du was dagegen, wenn ich meine Monday Mhhhhhh-Posts der letzten Wochen auch noch nachträglich verlinke? Ich war wirklich jede Woche hier und habe mit Sehnsucht drauf gewartet, dass du wieder sammelst! :O Wenn nicht, sag kurz einen Ton und ich lösch sie wieder raus?!
    Alles Liebe und eine gute Woche!

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  3. Schön, dass es wieder den mmmmmhMontag gibt. Und Dein Fischrezept werde ich ausnahmsweise mal nicht nachmachen. Ich finde Fisch echt bähh.

    LG verena

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  4. Nachgereicht auch bei mir - und wie gelesen habe, ist das ja in Ordnung für dich. Ich freue mich sehr, dass du den Arbeitsfaden im Leben so gut wieder gefunden hast ...

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  5. Ich freue mich sehr, das es mit my monday mmhhh weiter geht. Auch wenn ich nicht so oft mit machen konnte, habe ich doch gerne Montags reingeschaut. Wenn es okey ist verlinke ich auch einen Rezept nachträglich.
    LG Papatya

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  6. Liebe Katja,
    habe Tränen gelacht beim Lesen.
    Wir essen gerne Fisch, mit Ausnahme des Sohnes der keine Tiere ist, falls uns die Bällchen nicht schmecken haben wir ja noch 2 Katzen, die angeln sich sogar die Goldfische aus Nachbars Gartenteich.
    herzlich Judika
    P.S. Ich verlinke auch noch zwei Rezepte die vor kurzem online gegangen sind.

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  7. Über den Schwung freue ich mich sehr, liebeliebe Katja, die Klöpschen summen nicht sehr laut nach mir, denn hier simmer auch geruchsempfindlich und haben keine Katze(n).
    So sei feste gedrückt und hab es wunderbar. Wir sprechen schnell. Ja?
    Nina

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  8. Liebe Katja,

    ich hatte neulich auch mal einen TK-Fisch, der so widerwärtig nach Fisch roch, dass ich ihn nicht essen mochte. Frischer Fisch ist nur frisch, wenn er eben nicht nach Fisch riecht. Aber ob ich den durch den Fleischwolf jagen wollte, muss ich mir noch überlegen ;-). Ein Hoch auf Eurer aller Tapferkeit und die Katzen... Liebste Grüße, Marja

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Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)