28.01.2015

Das Haus am See.

Das wär schee.
Wirklich.

Stattdessen studiere ich seit vielen Monden Dresdner Liegenschaftskarten, um Bauanträge zusammen zu stellen.
Ich mag solche Stadtansichten von oben und könnte mich stundenlang auf Wanderschaft in den Straßenkarten begeben.




Wie sehr wüsste ich gern mehr über den Menschen, der sein Haus auf Grundstück 296a mit einem unmittelbaren Nachbarn teilt. Und wer mag wohl alles in dem Mehrfamilienhaus wohnen, auf dessen Rückseite Tag für Tag die S-Bahn ihren Weg aus der Sächsischen Schweiz über Dresden in den süd-westlichen Teil der Dresdner Umgebung nimmt. Und die in umgekehrter Richtung vorallem mittwochs Rentnerwandergruppen in die Sandsteingruppen befördert.
Man gewöhnt sich mit den Jahren an den damit verbundenen Lärm.
Zwei Jahre lang fuhr jeweils an den Wochenenden mindestens 50 mal am Tag die S-Bahn durch unser Zimmer in der Eitelstraße in Berlin. Am Schluss musste ich schon bewusst hinhören, um sie noch wahrzunehmen. Sie gehörte dazu. Heute bin ich froh, wenn ich den Lärm der Stadt ausblenden und mich morgens über das Vogelgezwitscher freuen kann.

Aber die Karten mit all ihren Geschichten, ihren lauten und leisen Ecken, die mag ich sehr gern.

Und sie verleiten dazu, sie zu mustern. Straßenzüge und Häuschen zu doppeln, zu spiegeln und als Schwarzkopie zu speichern.

Sie haben eine wunderbare Magie.
Und ich hätte gern eine Decke für unser neues Sofa.
Mit diesem Stadtteilmuster.



Gern auch noch in anderen Farben, vielleicht auch als Kleid.
Oder so.


Auf jeden Fall mal wieder für einen feinen Mustermittwoch. Ein paar klitzekleine Häuschen, ein bisschen was von der Arbeit. Und ganz viel Herzblut für die Arbeit. Und die Muster.

Die gibt´s jeden Mittwoch bei Michaela.

01.01.2015

The same pocedure as every year.


Jajaja.
Jedes Jahr nehmen sich Millionen von Menschen Millionen tolle Sachen vor für die kommende neue Zeit und mindestens die Häfte davon wird genauso schnell fallen gelassen wie der Entschluss gefasst wurde. :-)
Deswegen habe ich auch irgendwann den Termnin für die Raucherentwöhnung gemacht und bis zum letzten Tag als Raucher nicht weiter drüber nachgedacht, denn dann wäre ich vermutlich von der Entscheidung abgekommen, weil es zu viele Genusszigaretten gab.

Ich hab mir mal wieder - wie immer - nichts vorgenommen.
Obwohl, stimmt so nicht ganz.
Ich möchte in diesem Jahr definitiv ein paar Dinge:

Mich vordergründig nicht mehr nur als Mutter zweier toller Jungs sehen sondern ebenso als Frau mit Freiraum für Kreatives, was bedeutet, dass ich mir einen festen Tag in der Woche reserviere, an dem ich meinen Hobbies nachgehe.

Ich werde im Zuge des mehr "Auf-mich-Achtens" eine Serie mit Selbstporträts aufnehmen, weil es ohnehin zu wenig Bilder von mir gibt und ich ein wenig in der Fotografie experimentieren möchte. Da ich zugegebenermaßen ein wenig feige bin, andere zu porträtieren, kann ich mit mir selbst wohl am besten üben. Mit Licht und Schatten und Posen, Zubehör und Schnickeschnacke arbeiten :-) Vielleicht hab ich ab und an den Mut, ein Bild einzustellen. Mal sehen.

Zeit für meine Jungs. Ganz definitiv mehr Familienzeit. Die war mir in den letzten Wochen durchgerutscht. Sonntag wird bei uns technikfreie Zone sein. Kein Handy, kein Tablet, kein Computer, kein Fernsehen. Stattdessen gemeinsame Ausflüge und Brettspielzeit.

Und ich möchte in diesem Jahr endlich, endlich noch ein paar ins Herzen geschlossene Blogger treffen. Es wurmt mich sehr, dass ich einige liebgewonnene Menschen durch ihre Blogs kenne, aber noch nie persönlich sehen durfte. 

So danke ich euch an dieser Stelle von ganzem Herzen für eure warmherzigen Worte zum letzten Post. Sie haben mehr als gut getan und fühlen sich wie eine große, dicke Umarmung an! Ich gebe zu, dass ich mit einer solchen Resonanz nicht gerechnet habe, weil mein Bild vom digitalen Leben in den letzten Monaten ziemlich ins Wanken geraten war. Ihr seid der beste Beweis, dass es mehr ist als nur Schauen, Reinlesen, wieder gehen. Und dafür danke ich euch sehr!!!

Ich wünsche euch allen ein wunderbares, neues Jahr, in dem ihr euch lieber nicht zu viel vorgenommen habt, dafür um so mehr Raum für Neues bleibt!

Und denkt dran, man muss nicht immer tun, was man liebt, manchmal reicht es, wenn es Spaß macht!

PS: Wer sich dennoch was vornehmen möchte, der kann sich hier etwas Inspiration holen. :-)


29.12.2014

Ab drei beginnt die Unendlichkeit.

Fastjahresende.
Zeit für ein Resümee?
Ich glaube, ich will in diesem Jahr keines ziehen, denn was am Jahresanfang mit einem Besuch der lieben Nina so wundervoll begonnen hatte, geriet mit dem Februar-März-Job so arg ins Schleudern, dass mir dieser Dämpfer bis heute in den Knochen liegt.
Mit ihm schwand jegliche Kreativität.
Mir fehlt die Kraft für vieles.
Wer gibt so was schon gern zu?
In einer Welt in der immer alles schneller, schöner, höher, weiter gehen soll.
In einer Bloggerhemisphäre, in die ich nur noch selten reinschaue, weil ich mich unzulänglich fühle, wenn ich sehe, was ich im Gegensatz zu anderen alles NICHT geschafft habe.
In der Erfolg eine andere Definition hat als die meine.
In der man ins Hintertreffen gerät, wenn man nicht wöchentlich mindestens drei Posts schreibt.
Auch wenn es mir sehr fehlt, das Bloggen und Schreiben und Fotografieren - ich habe keine Kraft dazu.



Und dennoch wird es heute Zeit, mir mal selbst auf die Schulter zu klopfen.
Vor einem Monat habe ich mich von einer Sache befreit, in die ich gar nicht erst hätte rutschen dürfen. Es fängt klein an und nach ein, zwei Mal hängt man drinnen. Unbewusst, aber mit jedem Mal abhängiger.
Jetzt habe ich nach über achtzehn Jahren endlich mit dem Rauchen aufgehört.
Mit professioneller Hilfe. Und Hypnose.
Weil ich es so ganz allein nicht geschafft hätte.


Die erste Woche danach war furchtbar.
Vielleicht auch, weil ich gehofft hatte, es wäre nach der Hypnose einfach so aus dem Kopf weghypnotisiert. So schwuppdiwupp!
Kannste aber vergessen.
Die Momente in denen ich gerne noch wollte, waren genauso vorhanden wie vorher.
Und dazu kamen dann mit geballter Wucht die körperlichen Entzugserscheingungen.
Wenn der Körper beginnt, wieder Acetylcholin als Glücksbotenstoff zu produzieren. Was aber wesentlich schwächer wirkt als Nikotin. Wenn der Körper gleichzeitig Dopamin nur noch ausschüttet, wenn man gerade eine halbe Tüte Gummibärchen weggeatmet hat.

Gib da mal nicht auf und biete dem Kopf mehr an als nur die Entscheidung zwischen "Eine Zigarette wär jetzt schön." und "Oh nein, denk dran, dann bist du wieder drin!".
Für dauerhaftes Nichtrauchen braucht das Hirn mehr als die Entscheidung zwischen gut und böse, damit wir an diesem Punkt nicht nur vom Kleinhirn geleitet werden. Und bis man das auf Nikotin=schlecht umgetrimmt hat, muss noch viel, viel Wasser die Elbe runterfließen.
Das Kleinhirn ist ein alter Mann, der bis dato immer alles SO gemacht hat, wieso also ab heute anders?
Um durchzuhalten, braucht man mindestens drei Lösungsmöglichkeiten für das Problem. Drei Alternativen für eine einzige dumme Sache. Immer und immer wieder.

Die inhalierten Gummibärchen ... die kleben jetzt hier und da zwischen Hosenbein und Hosenknopf.
Aber ich bin ehrlich: Zwei Baustellen auf ein Mal, das wäre nicht gut gegangen.
Baustelle Nr. Zwei wird also im neuen Jahr mit Hilfe dieser Seite angegangen.
Augenöffnend war wohl dieses Post zum Thema "Warum wenig Essen zu mehr Gewicht führt."

Gott sei Dank habe ich mein mobiles Fitnessstudio.
Das macht nicht nur in sportlicher Hinsicht Freude.
Mehr noch weil es auf den Spaziergängen momentan unheimlich viele Menschen verzaubert.


Nicht der Zuckerschnäuzeligkeit, also der allgemeinen Dopaminausschüttung wegen, wenn einem die kleine Hundedame begegnet, nein - die Erziehungsergebnisse sind es, die vorallem ältere Herrschaften in Verzücken versetzt.
Während der letzten Wochen hat das Hübschmadamchen in weiser Voraussicht auf die kommende Hormonausschüttung eine unheimlich schmusige Ader entwickelt, die sie laut Aussage der Trainerin in der Hundeschule nach der ersten Läufigkeit behalten wird. (Ihr Wort in Gottes Ohr!)

Und ich habe irgendwann beschlossen, all die Hunderatgeber zur Seite zu legen und das Hundekind mittels Hundeschule und einer großen Portion Intuition zu erziehen.

Seitdem sind wir ein tolles Team.
Wenn wir nicht vergessen, dass das Hübschmadamchen erst acht Monate jung ist und noch viel lernen muss, gilt mit einigen Ausnahmen:

Ein Nein ist ein Nein!
Wer sich in fremde Gärten durch einen minimalen Spalt im Zaun hineinbewegt, muss durch selbigen auch allein wieder herauskommen - oder das fremde Terrain erst gar nicht betreten. ("Denk dran, du musst da allein wieder raus!" gepaart mit Nichtbeachtung und Weitergehen reichen, um das Hundekind vom Wegeverlassen abzuhalten.)
Es werden keine Ratten und Maulwürfe verspeist, die ein anderer getötet und am Wegesrand liegengelassen hat.
Es werden auch keine Tauben verspeist, die kopfüber stocksteif im Schnee stecken - wie auch immer sie das geschafft haben.
Lebende Vögel, die am Wegesrand ein bisschen Futter suchen, werden in Ruhe gelassen und langsam passiert, so dass sie die Möglichkeit haben zu flüchten, bevor sie einem Herzkasper durch jagende Hunde erliegen.
Katzen werden nicht verfolgt, wir haben daheim zwei eigene, mehr brauchen wir nicht. Weder lebendig, noch tot.

Sind wir also unterwegs, übe ich hin und wieder Rückruf, damit der im Ernstfall klappt. Wir üben Sitzenbleiben und Vögel gefahrlos passieren lassen, was für einen kleinen achtmonatigen Cairnterrier eine wahre Herausforderung darstellt, ist der doch eigentlich darauf gezüchtet, Ratten und anderes Getier eigenständig aufzustöbern und zu erlegen.
Braves Hundekind!

Noch braver aber, wenn sie auf mein Zurufen niemanden anspringt und wieder zu mir zurückkommt.
In solchen Momenten möchte ich sie abknutschen!
Denn das hat mir in den letzten Tagen nicht nur viel negatives Herzklopfen erspart, sondern viel positives beschert und ganz tolle Gespräche mit älteren Damen und Herren geschenkt, die sich wie bolle über das wohlerzogene Hundekind gefreut haben.

Und ebenso, weil sie mit wirklich allen Hunden so gut auskommt und im Notfall um Stänkerer einen großen Bogen macht.
Hier mit Hundefreundin Neila ... alles bestens also. Sie darf auch ausgiebig schnuppern.

Lustig anzusehen, wenn das Hundekind im Buddelmodus im Erdreich verschwindet.

Und wenn sie durch den Schnee stiebt.

Ich liebe die Spaziergänge jeden Tag und sie tun unheimlich gut.
Ich liebe dieses Hundekind.
Und ich bin immer wieder froh über diese Entscheidung, dieses kleine Bündel Fell ins Haus geholt zu haben.
Ich möchte es nicht mehr missen!


22.12.2014

Ein bisschen Türkis für den Himmel.


Ein wenig Gelb für die vielen schönen Ginkoblätter, die in jedem Herbst zu Boden fallen, goldgelb für die wärmenden Sonnenstrahlen, die den Himmel in jenes warme Türkis tauchen, das ich so liebe. Dazu ein kleiner Klecks Karminrot.
Und ein hüpfendes Hundekind.

Oktoberblatt 2015.

Für die Adventspost 2014 das erste Mal Gelatine angerührt, gekühlt, als Druckplatte verwendet.
Welch eine spannende Technik, welch schöne Ergebnisse.
Und dennoch schien die erste Druckrunde zu knallig.



Also eine zweite Runde.
Und die dann verschickt.
Zwölf mal Herbstspaziergang im güldenen Sonnenscheintürkishimmel.

Ich danke für diese Inspiration.
Und dieses Wochenende, das so voller Input, so voller Freude am Schaffen war, dass ich in den kommenden freien Tagen nach Weihnachten wieder und wieder drucken werde.
So viel Freiraum für Kreativität.
Sowohl in der Technik als auch im Zeitlichen.
Schön!

15.11.2014

Den Himmel auf Erden geschenkt bekommen. Vom Tun, was man liebt!


Eine Woche frischgebackenes Arbeitsleben liegt hinter mir.
Erfolgsversprechend gepaart mit Freude am Beruf.
Der erste Tag zum Einstieg gleich mit einem Baustellenbesuch.
Umgeben von Altbeton halte ich den Bautenstand am Arbeitswochenende fest und erkenne, dass das auch das Alte, eigentlich Hässliche, einen Charme ausweist, dem ich mich nicht entziehen kann.

Und die Kollegen meinen, das Ergebnis des entsorgten Fußbodenaufbaus hätte Kunstcharakter. Auf Leinwand gezogen hat das bestimmt seinen ganz eigenen Reiz.

Als Familie mit nun wieder berufstätigem Familienoberhaupt gebe ich uns die nächsten Wochen Zeit, einen Rhythmus zu finden. Die Weiterbildung in den letzten acht Wochen hat zwar schon ein wenig Routine hineingebracht, aber das Arbeitsleben hat seine eigenen Gesetze und in die müssen wir uns erst einpegeln. Dass Termine nunmehr nach der Arbeit stattfinden können, dass wir die Pflichten ein wenig umverteilen müssen, dass wir den Alltag für uns bestmöglich gestalten, ohne dass einer von uns zu kurz kommt, das braucht ein wenig Zeit, Aufmerksamkeit, Austesten und Geduld auf allen Seiten.
Ein bisschen Chaos noch in dieser Woche, was man vorallem dem Hundekind anmerkt. Die Nachmittagsspaziergänge mit dem Großen sind eben doch etwas anderes als jene mit mir. Unausgelastetsein beim Vierbeiner führt zu Spannung und Gereiztheit. Auf allen Seiten. Denn Suna ist jung, ein Springinsfeld, ein Hundekind mit einem enormen Energielevel, das unterwegs abgebaut werden muss.
Immerhin habe ich dank Tipps der Hundeschule ihre Aufmerksamkeit wiedererlangt, die in den letzten Wochen wohl mit jedem Plantschen ebenso den Bach runtergegangen ist wie manch verlorenes Leckerlie, welche sie nicht erblubbern konnte. Also ich erschließe mir - obwohl ich dem gegenüber immer abgeneigt war - eine neue Richtung der Erziehung. Ein Clicker ist eingezogen und wird mir, wenn ich das Buch durchgelesen habe, wohl enorme Dienste beim Erziehen des Hundekindes leisten. Hoffe ich jedenfalls. Die Methode klingt gut und schlüssig.
Derweil übe ich mich in Geduld. Nicht zu viel erwarten. Und dennoch dran arbeiten.
Immerhin liegt sie jetzt entspannt neben mir und ruht. Der morgendliche Auspowerungsspaziergang mit Schnüffelstunde, Blubbern im Bach und Toben über die Wiesen scheint ein wenig vom verpufft zu haben, was sich die Woche über in Ermangelung von Mama-Spaziergängen angestaut hatte.

Am Schluss kann ich sogar ganz entspannt meine Holga zücken und noch ein klitzkleines Bisschen Herbstexplosion heimtragen. Welch Farbenpracht!



Dennoch, die Abend- und Morgenrunden sind nicht zu toppen im Farbenwunderland. Und so sende ich voller Freude meinen Abendhimmel vom letztwöchigen Hundespaziergang im Notflutgebiet seitlich der Elbe hinüber zu Katjas Himmelssammlung.


Habt ein feines Wochenende, mit vielen spannenden Erlebnissen und entspannenden Momenten!
Ich für meinen Teil werde morgen ein winzigkleines Menschenkind vor der Linse haben und mit Freude jene Aufnahmen machen, die die frischgebackenen Eltern als Weihnachtskarten verschicken wollen. Ich freu mich sehr auf dieses Shooting!