25.10.2014

Himmlisches Frühaufstehertum.

Gestern hatte ich den fatalen Fehler begangen, zu lang aufzubleiben, wider besseren Wissens, dass das kleine Hundekind keine Gnade kennen und pünktlich 5.30 Uhr das Aufstehen verlangen würde. Ich hab die Nachbarn Nachbarn sein und das Hundekind bellen lassen und mich wieder rumgedreht. Aber nichts desto trotz dann einen herrlichen Morgenspaziergang erlebt. Mit Morgennebel über der Stadt und feinstem Sonnenaufgang ...

... wunderschönen Blüten, die über den Gartenzaun hinweg in den kühlen, wirklich kühlen Oktobermorgen grüßen.

Wenngleich ich mich heute lieber noch drei Mal umgedreht, weitergeträumt und das große Kind auf die Hunderunde geschickt hätte - bin ich erst mal unterwegs, so genieße ich dieses Erwachen der Natur in vollen Zügen. So viele atemberaubende Sonnenauf- und -untergänge wie in den letzten Wochen habe ich schon lange nicht mehr erlebt und freu mich um so mehr.

24.10.2014

Ich bin sooooo verliebt!

Seit Wochen dreht sich bei mir alles um AutoCAD und wirre, wilde Zeichnungen, die wir im Unterricht erstellen müssen, um Versuche des Hundekindes, die Weltherrschaft an sich zu reißen, um die zwei Monsieurs, die ein echter Traum sind und die ich jeden Tag fest umarmen möchte, für ihr bloßes Dasein. Der Rest des Lebens fällt momentan irgendwo hinten runter. Kaum noch Zeit für´s gemütliche Surfen durch all die liebgewonnenen Blogs. Ja, ich wünschte, mein Tag hätte achtunvierzig Stunden.
Denn zu all dem bin ich seit ein paar Tagen auch noch schwer verliebt.
Und das alles nur durch einen dummen Zufall. Ein echt schwachsinniger Test auf Facebook ist schuld. Ein Test, bei dem ich heraufinden durfte, dass ich - wäre ich ein Küchengerät - als Mini-Donutmaker Freude machen würde.
Na prima!
Also flugs mal geschaut, wie so ein Teil ausschaut und dabei eines entdeckt, das nicht nur Mini-Donuts zaubert, sondern auch Cakepops und Mini-Muffins.
Und just war es um mich geschehen.
Um mich, die ich so wenig wie möglich Küchengeräte in meinem Haushalt haben möchte, weil ich der Meinung bin, dass ich mein Rotkraut mit der Hand schneiden kann, der Käse mit einer einfachen Handreibe genauso gut kleingeraspelt wird und mein Salat nicht trockengeschleudert werden muss.
Einen Tag später stand der nun hier, der Mini-Donut-Muffin-Cakepop-Maker und eroberte mein Herz im Sturm.

Mal abgesehen von der Farbe zaubert mir der kleine Küchenfreund nun die besten, feinsten Naschereien, die hier gern verspeist werden.

Die ersten Cakepops wurden verschenkt, bevor sie auch nur fotografiert werden konnten. Nachdem mich das Team um den Kinderchirurgen während der OP-Wartezeit des kleinen Mannes so liebevoll auch noch mit Kaffee versorgt hatte, war einen Tag bei der ersten Nachkontrolle die Chance, mich zu revanchieren. Ein Blumenstrauß aus feinsten handverzierten Cakepops als Dankeschön und kleine Nascherei in den kurzen Pausen zwischen den OPs für den Chef und die vielen fleißigen Schwestern, die so liebevoll auf die Kinder und Eltern achten.

Und heut gab´s für die Kinder zum Abendbrot das erste Mal Mini-Donuts. Mit Streuobstwiesenäpfeln.

Dazu einhundert Gramm Zucker mit einer Prise Salz, zwei kleinen Eiern und einer Packung Vanillezucker schaumig rühren. Anschließend fünfzig Milliliter Milch und vier Essloffel Öl unterrühren und einhundertfünfzig Gramm Mehl sowie zwei gestrichene Teelöffel Backpulver unterheben und zu einem glatten Teig verrühren. Wer mag, kann auch ein wenig Sprudelwasser geben, dann werden die Donuts schön fluffig.

Nun den Donutmaker aufheizen und in der Zwischenzeit einen Apfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und den Rest in kleine Würfel schneiden, die in den Teig gegeben werden.

In die kleinen Mulden des Donutmakers ein klein wenig Butter oder Magarine geben und die unteren Mulden befüllen. In ca. vier bis fünf Minuten sind die Donuts gut durch und können im Ofen bei 100° warmgehalten werden, bis alle achtzehn Donuts fertig sind. Am Schluss mit Puderzucker bestreuen und schmecken lassen.

Sie munden so fein, diese ...

Abtrainieren kann ich sie mir dann wie jeden Tag auf den Hundekindspaziergängen. Ein bisschen rennen hier, einen schnellen Schritt dort, um Suna ein bisschen Spannung zu verschaffen, dazwischen ein Zerrspiel, welches sie sehr liebt oder Blubbern im kleinen Bach. Wartend steht das Hundekind im Wasser und fordert von mir die kleingeschnittenen Fleischwurstwürfel ein, die ich ihr in die "Fluten" werfen muss, damit sie danach tauchen kann. Dabei blubbert sie wie ein großer Wal ud streckt flugs den Kopf wieder raus, um das nächste Stückchen einzufordern. Sie hat dabei genauso viel Spaß wie ich.

Und wenn sie mich dann abends mit ihren so süßen Knopfaugen anschaut, während ich versuche, sie irgendwie zum Stillhalten zu bekommen, um mal wieder ein schönes Bild aufzunehmen, dann muss ich feststellen ...

Ich bin sooo verliebt!

In dieses zuckersüße Hundekind.


In unseren neuesten Küchenzauberer.
In meine Jungs.
In meine neue Arbeit, die schon bald beginnt.
In dieses Leben, das so quirlig wie noch nie und dennoch so zufriedenstellend ist!

Und die Zeit für mehr Kreativität, die kommt auch wieder.

Habt ein schönes Wochenende!

13.10.2014

Herbst.Köstlichkeiten

Es ist wahrlich noch gewöhnungsbedürftig gegen 5.30 uhr aus dem warmen, gemütlichen Bett zu fallen - zumal der Schlafentzug seit Wochen sein Übriges tut - dennoch: Ich liebe den ersten kleinen morgendlichen Rundgang mit dem Hundekind. Wenn die Luft noch klar und sauber ist, wenn der Lärm des sich anbahnenden Berufsverkehrs noch auf sich warten lässt und ich zum Aufwachen die kühleren Temperaturen am Morgen einatmen kann.

Im Moment, da mein Kopf mehr in Lehrbüchern und vorm Rechner klebt, Gott sei Dank in nachmittäglichen Hundekindspaziergängen durchgelüftet wird, bleibt nicht ganz so viel Zeit für die Extravaganzen des Lebens. Nicht, dass sie nicht schön wäre, diese Intensivlernzeit, nur ein wenig anders im Alltagsgeschehen.

Am Wochenende, als auch mal Klarschiffmachen angesagt war, fand ich ein kleines Heft mit Ideen für Basteleien und Backkünste, welche mir das Wasser im Munde zusammen laufen ließen.

Der Herbst grüßte schon seit Tagen in fröhlichem Orange von unserem Küchentisch aus.
Den Hokkaido also flugs an der breitesten Stelle einmal aufgetrennt, entkernt und das Fruchtfleisch mit einem Löffel oder teilweise mit dem Messer so weit herausgeholt, dass die Hülle noch stabil stehen bleibt.

Einhundert Gramm Butter zerlassen, dazu einhundertfünfzig Gramm Zucker und geschmeidig verquirlen. Zwei Eier und einen Schuss Sprudelwasser runden das Ganze ab. Anschließend wollen zweihundertfünfzig Gramm Mehl und ein Päckchen Backpulver gesiebt untergemischt und fleißig verquirlt werden, um am Ende zusammen mit einhundert Gramm gemahlenen Nüssen und den kleingeschnittenen Hokkaidoschnipseln einen feinen Kuchenteig zu gestalten, der in die zuvor mit Backpapier ausgefüllte Hokkaidohülle wandert und im Ofen bei Einhundertfünfundsiebzig° ca. fünfundvierzig Minuten zu einem solch schmackhaften Hokkaidoherbstgruß ausbäckt, dass sich sogar der Jüngste die Finger danach leckte, nachdem ich ihn gewzungen hatte, vom Kuchen zu kosten.
Nach dem Ausbacken von der Backumhüllung befreit und in den ausgehöhlten, abgekühlten Hokkaido zum Fotografieren oder gar zum Auftischen schön in Szene gesetzt, präsentiert sich dieser Mundwässrigmacher in einer ganz wunderbaren Stimmung.



Fein.Herbstlich.

29.09.2014

sonntag:S:kizzen 02 (zum Montag)



Das Hundekindekind versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Und ich bin eine Woche lang dabei, zu kollabieren.
4.30 Uhr ist wahrlich keine Zeit, um den Schönheitsschlaf zu unterbrechen.
Könnte das bitte jemand mal diesem Plüschmonster erklären!

Montag schleppen das große Kind und ich die zwei Stubentiger zum Tierarzt: Ne fette Erkältung, vermutlich eingeschleppt durch´s große Kind. Wusstet ihr, dass sich die Kater das mal schwups eben beim Menschen einfangen können und umgekehrt genauso. Ich verpacke also eine Woche lang Antibiotika in Leberwurst.
Wenn alles nur so einfach wäre.

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag - täglich grüßt das Murmeltier beim morgendlichen "Früh übt sich im zeitig Aufstehen ...". HUUUUHUUUUND! (So werden wir keine Freunde!)

Das HundepuberTIER versucht die gesamte Woche über die Weltherrschaft an sich zu reißen und ich lerne dazu. Dass vermeintliche Stubenunreinheit nicht bedeutet, dass das Hundekind blasenkrank ist oder dass  es plötzlich verlernt hätte, nur noch draußen zu pinkeln oder dass einmal "markierte" Stellen in der Wohnung einfach zu gut riechen, als dass es nun immer da hinmachen müsste.

Es ist schlicht und ergreifend meine eigene Dämlichkeit, die das Hundekind dazu treibt.

Pffffffff.

Ja, das Fräulein braucht weniger Aufmerksamkeit, kein Begrapschen, wenn wir draußen unterwegs sind, sondern will einfach nur gelobt werden und das Leckerli ins Maul gestopft bekommen, ohne dass Muttern dann noch ständig eine große Runde Streicheleinheiten hinterherwirft..
Na Himmel, dass muss einem doch mal gesagt werden!
Warum steht so was nicht in der Gebrauchsanweisung?

Also klopf ich mir auf die Finger, die meinen, dem Hundekind ständig hinter den Ohren kraulen zu wollen, weil es so zuckersüß ist. Und lobe in höchsten Tönen, wenn es brav zurück kommt und mecker nur noch wenig, aber wenn, dann kurz und knackig mit tiefer Stimme.
Und siehe da: Es geht doch.

Damit wird´s mit einem Mal zum Ende der Woche tatsächlich richtig schön.

Samstag powert sich das Hundekind in der Hundeschule aus - und verwackelt auf jedem Bild.


Sie hat ihren Spaß, gibt sich lammfromm, so dass die Trainerin gar nicht weiß, wieso ich so rumjammere (Danke, Hundekind!) und ist am Nachmittag total groggy.



Aber selbst dann schafft sie es, dem kratzenden Bleistift auszuweichen, in dem sie sich wieder zig Mal umbettet .. grrrrrrr.

Dafür liegt der Kater seelenruhig und gestauchtverbogen bei mir im Bett - wie kann man nur so schlafen?

Während etlicher Hundekindschlafstudien stelle ich fest: Es müsste eigentlich orange-braun gefärbt sein, denn es sieht oft aus wie ein kleines Füchslein, wenn es im Körbchen ruht.

4.30 Uhr ist auch für eine Sonntag eine Uhrzeit, in der man nicht nach Sonnenschein fragen will - ABER - der morgendliche Spaziergang nach dem langen Aufwachprozedere meinerseits entschädigt für fast alles.
Dem dicken Nebel ums Haus herum entschwinden wir in höhere Lagen und tauchen in eine andere Welt. Morgennebel im Sonnenschein und Tautropfen auf Gräsern und feinsten Spinnennetzen.




Wenn das der Herbst ist, dann darf er gerne bleiben mit seiner Kühle am Morgen.
Mit dem Strahlen seiner Farben.



Dann freue ich mich noch viel mehr auf die Fundstücke am Wegesrand, die der Sommer hinterlässt und der Herbst noch ein wenig konserviert.

Lasse mich liebend gern auf dem Morgennebelspaziergang über den Gartenzaun grüßen.

Und kehre zum weltbesten Kuschelkater zurück, der es im Gegensatz zum Hundekind braucht, geknuddelt und verwöhnt zu werden.

So darf sie weitergehen, die gerade begonnene Herbstzeit.

Mit Apfelplinsen, nach dem  Rezept von hier.


Und Äpfeln von der Streuobstwiese. (Da sind sie liebe Ghislana!)


Herzlich Willkommen, so mitten im Herbst.

21.09.2014

sonntag:s:kizzen:01


Hier kommt man ja zu nix, deswegen eine kleine Zusammenfassung der Woche in Bildern. Des wenigstens mal einen Zeichenstift angefasst habens wegen. (Zum Vergrößern anklicken!)



Momentan rast die Zeit.
Oder besser ich.
Wegen Terminüberflutung geschlossen.
Das große Kind ordentlich eingespannt.
("Du wolltest auch einen Hund!")
Ich wünsche mir, meine Hand könnte zaubern.
Kann sie aber nicht.
Also kritzel ich abends neuerdings ein illustriertes Tagebuch.
Der Übung wegen.

Und sonst so?

Nun. Das Wetter spinnt.
Sitze ich in der Weiterbildung strahlt die Sonne.
Habe ich frei, zieht jemand den Stöpsel und überschüttet uns mit badewannenartigen Güssen. Das Gewitter legt den Telefonanschluss von Mama und Papa lahm. Hoch lebe das Mobiltelefon.

Aber immerhin am gestrigen Tage zwischen zwei Gewittern dann doch ein lohnenswerter Ausflug.



Weltuntergangsstimmung scheinbar, aber so wundervoll.
Und wie gemacht für Katjas In Heaven!

Ich mopse mir ein paar Äpfel von der Plantage und will das Hundekind skizzieren, als es daheim schläft. Nur dummerweise bettet es sich vier-fünf-mal um, also beginne ich immer wieder von vorn und bleibe dann einfach dabei, nur die Pfoten anzuvisieren. Die sind am schnellsten gezeichnet.





Und jetzt schon wieder Dauerguss im Außen.
Ein Wetter zum Drinbleiben und erstmal genüsslich frühstücken!

Euch wünsch ich einen wundervollen Sonntag.

PS: Ich werd in naher Zukunft nicht mehr dazu kommen, das Montagsmenü zu kreieren. Wenn jemand den Rezeptemontag auf sein Blog übernehmen möchte, kann er sich gerne bei mir melden!